selektiv
Gezielt auswählend; nur bestimmte Dinge aus einer größeren Menge berücksichtigend.
Sie hat einen sehr selektiven Musikgeschmack und hört nur wenige Künstler.

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Gezielt auswählend; nur bestimmte Dinge aus einer größeren Menge berücksichtigend.
Sie hat einen sehr selektiven Musikgeschmack und hört nur wenige Künstler.

Wenn man genauer beschreiben möchte, in welchem Bereich jemand wählerisch ist, verwendet man oft die Präposition „bei“ mit Dativ. Die Struktur lautet dann: „selektiv bei etwas sein“.
Er ist sehr selektiv bei der Auswahl seiner Bücher.
In der Bedeutung „auswählend“ wird „selektiv“ oft im Zusammenhang mit Wahrnehmung und Gedächtnis verwendet. Eine häufige Kollokation ist „selektive Wahrnehmung“, was bedeutet, dass man nur das bemerkt, was man bemerken will.
Manchmal wirft man ihm eine sehr selektive Erinnerung an die Ereignisse vor.
Die Bedeutung „spezifisch wirkend“ findet man fast nur in wissenschaftlichen oder technischen Texten. Signalwörter sind hier „wirken“, „Wirkung“, „Wirkstoff“ oder „Filter“. Es beschreibt, dass etwas nur auf ein bestimmtes Ziel reagiert.
Dieser Wirkstoff zerstört selektiv nur die kranken Zellen.
„allgemein“ und „selektiv“ beschreiben beide, wie weit etwas gilt oder wirkt, aber sie stehen im Gegensatz. „Allgemein“ meint: Es betrifft alle oder die meisten und ist nicht auf einzelne Fälle beschränkt. „Selektiv“ meint: Es wird gezielt ausgewählt oder nur ein bestimmter Teil ist betroffen. Lernende können die Wörter verwechseln, weil beide in Texten über Regeln, Maßnahmen oder Wirkungen vorkommen. Wichtig ist die Richtung: „allgemein“ ist breit, „selektiv“ ist gezielt und begrenzt.

Das Medikament wirkt selektiv und greift nur bestimmte Zellen an.
Für den Termin gelten allgemeine Hinweise für alle Besucher.