selig
Einen Zustand tiefen Glücks, innerer Zufriedenheit und Friedens beschreibend.
Nach dem guten Essen lehnte er sich selig lächelnd zurück.

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Einen Zustand tiefen Glücks, innerer Zufriedenheit und Friedens beschreibend.
Nach dem guten Essen lehnte er sich selig lächelnd zurück.

Achtung, „selig“ klingt ähnlich wie das englische Wort „silly“, hat aber eine völlig andere Bedeutung. „Selig“ bedeutet glücklich oder erlöst, während „silly“ auf Deutsch „albern“ oder „dumm“ heißt.
Das Baby schlief mit einem seligen Lächeln im Arm seiner Mutter.
In der Bedeutung „verstorben“ steht „selig“ direkt nach dem Nomen und wird nicht dekliniert. Diese besondere Wortstellung ist ein klares Zeichen für diese ehrfürchtige Bedeutung.
Mein Großvater selig hat dieses Haus mit eigenen Händen gebaut.
Die drei Bedeutungen lassen sich gut am Kontext unterscheiden. Die Rede von Alkohol deutet auf „leicht angetrunken“ hin. Ein Zustand von Ruhe und Zufriedenheit meint „glücklich“. Die Erwähnung einer verstorbenen Person (oft mit der besonderen Wortstellung) verweist auf die religiöse Bedeutung.
Nach dem langen Spaziergang saß er selig vor dem Kamin.
In der Bedeutung „glücklich und zufrieden“ wird „selig“ oft mit Verben des Ausdrucks oder Zustands kombiniert. Häufige Wendungen sind „selig lächeln“ oder „selig schlafen“.
Die Katze lag selig schnurrend in der Sonne.
„glücklich“ und „selig“ können beide ein sehr positives Gefühl beschreiben. „glücklich“ ist das allgemeine Wort für Freude und Zufriedenheit. „selig“ klingt stärker und beschreibt oft ein tiefes, ruhiges Glück, fast wie inneren Frieden. Es wird nicht in jeder Alltagssituation benutzt und klingt manchmal etwas feierlich oder poetisch. Wenn jemand einfach zufrieden oder froh ist, ist „glücklich“ natürlicher. Wenn die Freude sehr tief und still wirkt, passt „selig“ besser.

Mit dem schlafenden Baby im Arm saß Maria selig auf dem Sofa.
Nach dem Sieg im Turnier ist mein Bruder den ganzen Abend glücklich.