sichtbar
So, dass man es mit den Augen sehen oder wahrnehmen kann.
An klaren Tagen ist der Berggipfel von der Stadt aus sichtbar.

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So, dass man es mit den Augen sehen oder wahrnehmen kann.
An klaren Tagen ist der Berggipfel von der Stadt aus sichtbar.

Das Wort setzt sich aus „Sicht“ (die Sicht, der Blick) und der Endung „-bar“ zusammen. Die Endung „-bar“ bedeutet „-fähig“ oder „möglich“, also ist etwas, das „sichtbar“ ist, wörtlich „sehbar“.
Durch den Nebel war kaum etwas sichtbar.
„Sichtbar“ hat eine wörtliche Bedeutung (man kann es physisch sehen) und eine übertragene Bedeutung (es ist offensichtlich). Der Kontext macht den Unterschied: Bei Objekten ist es wörtlich, bei Gefühlen oder Veränderungen oft übertragen.
Die Sterne sind heute Nacht gut sichtbar.
In seiner übertragenen Bedeutung wird „sichtbar“ oft genutzt, um Gefühle, Reaktionen oder abstrakte Veränderungen zu beschreiben. Typische Wendungen sind „sichtbare Freude“, „sichtbare Erleichterung“ oder „ein sichtbares Zeichen setzen“.
Mit diesem Projekt wollen wir ein sichtbares Zeichen für den Umweltschutz setzen.
Um den Prozess zu beschreiben, dass etwas erscheint oder erkennbar wird, kombiniert man „sichtbar“ oft mit den Verben „werden“ oder „machen“.
Langsam wurde die Küste am Horizont sichtbar.
„deutlich“ und „sichtbar“ können beide bedeuten, dass man etwas klar erkennen kann. „sichtbar“ bezieht sich aber zuerst auf das Sehen mit den Augen: Etwas ist da und man kann es sehen. „deutlich“ ist breiter. Es kann sich auf Sehen, Hören, Lesen oder Verstehen beziehen und meint oft: klar, nicht unklar, nicht zweideutig. Wenn es wirklich um etwas geht, das man mit den Augen sieht, passt „sichtbar“ sehr gut. Wenn es um eine klare Aussage, eine klare Stimme oder einen klaren Unterschied geht, ist „deutlich“ natürlicher.

Nach dem Regen waren die Fußspuren im Garten noch gut sichtbar.
Die Lehrerin spricht deutlich, damit alle die Aufgabe verstehen.