spulen
Garn, Draht, einen Film oder ein Band auf eine zylindrische Rolle (Spule) aufwickeln.
Die Maschine spult den Faden automatisch auf die kleinen Rollen.

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Garn, Draht, einen Film oder ein Band auf eine zylindrische Rolle (Spule) aufwickeln.
Die Maschine spult den Faden automatisch auf die kleinen Rollen.

Das Verb „spulen“ leitet sich direkt vom Nomen „die Spule“ ab. Eine Spule ist ein zylindrischer Gegenstand, auf den man etwas aufwickelt, wie zum Beispiel einen Faden oder ein Kabel.
Für die Nähmaschine muss ich zuerst neuen Faden auf eine leere Spule spulen.
Die Bedeutung ist meist klar aus dem Objekt des Satzes. Wenn von Faden, Garn oder Draht die Rede ist, geht es ums Aufwickeln. Wenn es um Filme, Musik oder Videos geht, ist das schnelle Vor- oder Zurückbewegen gemeint.
Die große Maschine spult den Kupferdraht auf die Rollen.
In der Medien-Bedeutung wird „spulen“ sehr oft mit den trennbaren Vorsilben „vor-“ und „zurück-“ verwendet. „Vorspulen“ bedeutet schnell vorwärts, „zurückspulen“ bedeutet schnell rückwärts.
Kannst du bitte zum Anfang des Liedes zurückspulen?
Der Begriff stammt aus der Zeit von Kassetten und Videobändern. Heute wird „spulen“ aber auch für digitale Medien wie Videos oder Podcasts verwendet, obwohl es dort keine physische Spule mehr gibt.
Spul im Podcast mal zu Minute 15:30.
„abspielen“ und „spulen“ stehen bei Audio- oder Videodateien in einem klaren Gegensatz. Beim „Abspielen“ läuft die Aufnahme normal, sodass man den Inhalt hört oder sieht. Beim „Spulen“ bewegt man sich schnell vorwärts oder rückwärts und überspringt dabei Teile. Man kann die Wörter verwechseln, weil beides mit demselben Medium passiert, zum Beispiel mit einem Video oder einer Audiodatei. Merksatz: „abspielen“ heißt normal ansehen oder anhören; „spulen“ heißt schnell zu einer anderen Stelle gehen.

Bei der langen Werbung spult Paul ein Stück vor.
Nach dem Unterricht spiele ich die Lernaufnahme noch einmal ab.