
wickeln
Etwas (z.B. einen Schal, Faden, Verband) um etwas anderes schlingen oder zu einer Rolle oder einem Knäuel aufrollen.
Er wickelte sich einen warmen Schal um den Hals.
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Etwas (z.B. einen Schal, Faden, Verband) um etwas anderes schlingen oder zu einer Rolle oder einem Knäuel aufrollen.
Er wickelte sich einen warmen Schal um den Hals.

Einem Säugling oder Kleinkind eine frische Windel anlegen.
Nach dem Füttern muss ich das Baby noch wickeln.

Jemanden durch Charme oder Überredungskunst leicht dazu bringen, das zu tun, was man möchte.
Mit ihrem Lächeln und ihrer freundlichen Art wickelt sie jeden um den Finger.
Die Bedeutung von „wickeln“ erkennen Sie am Objekt und den Präpositionen. Steht „um“ dabei, geht es meist ums Herumlegen. Ist das Objekt ein Baby, geht es ums Windelwechseln. Die Wendung „um den Finger wickeln“ ist eine feste Redewendung.
Sie wickelte das Geschenk in buntes Papier.
In der Bedeutung „um etwas schlingen“ braucht „wickeln“ meist zwei Akkusativ-Objekte oder ein Akkusativ-Objekt und eine Präpositionalgruppe mit „um“. Die Struktur ist: „etwas (Akk.) um etwas (Akk.) wickeln“.
Die Mutter wickelte eine Decke um das schlafende Kind.
Wenn man sagt „Ich muss das Baby wickeln“, ist immer das Wechseln der Windel gemeint. Man muss das Wort „Windel“ nicht extra hinzufügen; es ist aus dem Kontext klar.
Das Baby schreit, vielleicht muss man es wickeln.
Der Ausdruck „jemanden um den Finger wickeln“ ist eine feste Redewendung. Sie bedeutet, dass man eine Person mit Charme so beeinflusst, dass sie alles tut, was man möchte.
Die kleine Tochter wickelt ihren Vater mühelos um den Finger.
Beim Anlegen eines Verbandes können binden und wickeln beide passen. Wickeln betont, dass der Verband mehrmals um den Körperteil gelegt wird. Binden betont dagegen das Befestigen oder feste Verbinden, etwa am Ende des Verbandes.

Sie wickelt den Verband mehrmals um den verletzten Arm.
Sie bindet den Verband am Ende mit einem Knoten fest.