
stinken
Einen sehr starken und unangenehmen Geruch verbreiten.
Der Müll in der Tonne fängt an zu stinken.
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Einen sehr starken und unangenehmen Geruch verbreiten.
Der Müll in der Tonne fängt an zu stinken.

Umgangssprachlich im übertragenen Sinn, um auszudrücken, dass eine Situation oder ein Verhalten extrem ärgerlich, unfair oder moralisch verwerflich ist.
Es stinkt mir, dass ich schon wieder am Wochenende arbeiten muss.

In der festen Wendung „vor etwas stinken“ (meist „vor Geld stinken“) bedeutet es, von etwas im Übermaß zu haben, insbesondere sehr reich zu sein.
Seit dem Lottogewinn stinkt er förmlich vor Geld.
„Stinken“ ist ein starkes Verb. Die Vergangenheitsformen sind „stank“ im Präteritum und „hat gestunken“ im Perfekt.
Der Fisch von letzter Woche hat furchtbar gestunken.
Die übertragene Bedeutung, dass einem eine Situation „stinkt“ oder jemand „vor Geld stinkt“, gehört zur Umgangssprache und sollte in formellen Kontexten vermieden werden.
Mir stinkt diese ganze Bürokratie gewaltig!
Um die Quelle eines schlechten Geruchs zu nennen, wird die Präposition „nach“ gefolgt vom Dativ verwendet. Das Subjekt ist oft das unpersönliche „es“.
Hier stinkt es nach altem Käse.
In der umgangssprachlichen Bedeutung „ärgerlich sein“ wird eine feste Struktur verwendet: „Es stinkt“ + Person im Dativ + Nebensatz mit „dass“ oder „zu“.
Ihm stinkt es, dass er nie für seine Arbeit gelobt wird.
Die Wendung „stinken vor“ wird fast ausschließlich in der Kombination „vor Geld stinken“ gebraucht, um extremen Reichtum auf eine abwertende oder neidische Weise zu beschreiben.
Seit er im Lotto gewonnen hat, stinkt er vor Geld.
Riechen und stinken können beide ausdrücken, dass ein Geruch wahrgenommen oder verbreitet wird. Riechen ist dabei wertungsneutral und kann angenehm, unangenehm oder einfach unbestimmt sein. Stinken bezeichnet dagegen einen sehr starken und unangenehmen Geruch.

Im Zimmer stinkt der volle Mülleimer.
Im Zimmer riecht es nach frischem Kaffee.