In einer festen Wendung verwendet, um auszudrücken, dass man über den eigenen, begrenzten Horizont hinausblickt und sich für neue Ideen, andere Kulturen oder fremde Themen öffnet.
beispiel
Es ist wichtig, auch mal über den Tellerrand zu schauen und zu sehen, wie andere Unternehmen arbeiten.
Tipps
Wortzusammensetzung
„Tellerrand“ setzt sich aus „der Teller“ und „der Rand“ zusammen. Es beschreibt also wörtlich den Rand eines Tellers.
BEISPIEL
Pass auf, die Suppe schwappt gleich über den Tellerrand.
Feste Wendung
Die übertragene Bedeutung existiert fast nur in der festen Wendung „über den Tellerrand schauen“ oder „über den Tellerrand blicken“. Sie bedeutet, offen für Neues zu sein und den eigenen Horizont zu erweitern.
BEISPIEL
Wer eine neue Sprache lernt, blickt automatisch über den eigenen Tellerrand.
Kontexthinweis
Die Verben „schauen“ oder „blicken“ deuten fast immer auf die übertragene, idiomatische Bedeutung hin. In Kontexten, in denen es um Essen oder Geschirr geht, ist die wörtliche Bedeutung gemeint.
BEISPIEL
Durch Reisen lernt man, über den Tellerrand zu schauen.
Vergleichen mit
near_synonym
Tellerrand vs Grenze
„die Grenze“ und „der Tellerrand“ können beide mit einem begrenzten Bereich zu tun haben. „Grenze“ ist das normale Wort für ein Limit oder eine Trennlinie, auch im übertragenen Sinn. „Tellerrand“ benutzt man in diesem Zusammenhang fast nur in der festen Wendung „über den Tellerrand schauen“. Damit meint man, dass man nicht nur im eigenen kleinen Bereich bleibt, sondern offen für neue Ideen oder andere Erfahrungen ist. „Grenze“ beschreibt also eher das Limit selbst. „Tellerrand“ betont bildlich, dass man dieses enge Denken verlässt.
Tellerrand
Im Austauschprojekt schauen die Schüler über den Tellerrand und lernen andere Kulturen kennen.
Grenze
Bei drei Stunden Lernen am Stück komme ich an meine Grenze.