überwintern
Den Winter an einem geschützten Ort oder in einem besonderen Ruhezustand (z.B. Winterschlaf) verbringen. Bezieht sich meist auf Tiere oder Pflanzen.
Viele Zugvögel fliegen in den Süden, um dort zu überwintern.

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Den Winter an einem geschützten Ort oder in einem besonderen Ruhezustand (z.B. Winterschlaf) verbringen. Bezieht sich meist auf Tiere oder Pflanzen.
Viele Zugvögel fliegen in den Süden, um dort zu überwintern.

„Überwintern“ ist ein untrennbares Verb, da die Vorsilbe „über-“ unbetont ist. Sie bleibt in allen Satzformen fest mit dem Verb verbunden und das Partizip II wird ohne „ge-“ gebildet.
Der Igel überwintert in unserem Garten.
Das Verb leitet sich vom Nomen „der Winter“ ab. Die Vorsilbe „über-“ hat hier die Bedeutung „etwas überstehen“ oder „durch eine Zeitspanne kommen“. „Überwintern“ bedeutet also, den Winter zu überstehen.
Einige Schmetterlinge können als Falter überwintern.
Das Subjekt des Satzes verrät, welche Bedeutung gemeint ist. Handelt es sich um Tiere oder Pflanzen, ist die biologische Bedeutung gemeint. Bei Menschen geht es um eine lange Reise, bei Gegenständen um die Lagerung.
Der Igel überwintert im Laubhaufen.
Das Verb „überwintern“ wird sehr oft mit einer Präpositionalgruppe kombiniert, die den Ort angibt. Typische Präpositionen sind „in“, „an“ oder „auf“.
Die Kraniche überwintern in Südeuropa.
„unterstellen“ und „überwintern“ können beide mit einem geschützten Ort zu tun haben. „unterstellen“ meint aber meistens einen Schutz für kurze Zeit, zum Beispiel vor Regen oder Sonne. Man stellt sich selbst oder einen Gegenstand irgendwo darunter. „überwintern“ meint, dass Tiere, Pflanzen oder Gegenstände den ganzen Winter an einem passenden, geschützten Ort bleiben. Die Wörter können verwechselt werden, weil beide Schutz ausdrücken. Der wichtige Unterschied ist die Zeit: „unterstellen“ ist meist kurzfristig, „überwintern“ dauert die Wintermonate.

Die empfindlichen Pflanzen überwintern im hellen Keller.
Wegen des starken Regens stellen wir die Fahrräder unter dem Vordach unter.