die Unschuld
Der Zustand, nicht für ein Verbrechen, einen Fehler oder eine moralische Verfehlung verantwortlich oder schuldig zu sein.
Der Angeklagte konnte vor Gericht seine Unschuld beweisen.

Unschuld
Loading your saved state.
Der Zustand, nicht für ein Verbrechen, einen Fehler oder eine moralische Verfehlung verantwortlich oder schuldig zu sein.
Der Angeklagte konnte vor Gericht seine Unschuld beweisen.

Das Wort ist einfach zu verstehen, wenn man es zerlegt: Die Vorsilbe „Un-“ ist eine Verneinung, und das Grundwort ist „die Schuld“. „Unschuld“ bedeutet also wörtlich „Nicht-Schuld“.
Ohne die Vorsilbe „un-“ hat das Wort die gegenteilige Bedeutung: Schuld.
Als abstraktes Nomen wird „Unschuld“ fast ausschließlich im Singular verwendet. Der Plural ist extrem selten und wird im normalen Sprachgebrauch nicht benutzt.
Er sprach immer wieder von seiner Unschuld.
Im juristischen Kontext wird „Unschuld“ oft mit bestimmten Verben kombiniert. Typische Wendungen sind „seine Unschuld beteuern“, „an jemandes Unschuld glauben“ oder „seine Unschuld beweisen“.
Bis zum Schluss hat sie ihre Unschuld beteuert.
Die Redewendung „die Unschuld vom Lande“ ist fest und wird oft ironisch gebraucht. Man unterstellt der Person damit, dass sie nur so tut, als wäre sie naiv und unerfahren.
Spiel nicht die Unschuld vom Lande, ich weiß genau, dass du davon wusstest!
„die Schuld“ und „die Unschuld“ stehen hier im direkten Gegensatz. „Schuld“ bedeutet, dass jemand für einen Fehler, ein Verbrechen oder eine falsche Handlung verantwortlich ist. „Unschuld“ bedeutet, dass jemand dafür nicht verantwortlich ist. Beide Wörter benutzt man oft, wenn geklärt werden soll, ob jemand etwas Falsches getan hat. Wichtig ist: „Unschuld“ heißt in diesem Zusammenhang nicht naiv, sondern nicht schuldig.

Sie beteuert ihre Unschuld und wartet auf die Entscheidung des Gerichts.
Der Zeuge konnte die Schuld des Angeklagten nicht beweisen.