
die Unschuld
Der Zustand, nicht für ein Verbrechen, einen Fehler oder eine moralische Verfehlung verantwortlich oder schuldig zu sein.
Der Angeklagte konnte vor Gericht seine Unschuld beweisen.
Unschuld
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Der Zustand, nicht für ein Verbrechen, einen Fehler oder eine moralische Verfehlung verantwortlich oder schuldig zu sein.
Der Angeklagte konnte vor Gericht seine Unschuld beweisen.

Der Zustand der Naivität, Arglosigkeit und sexuellen Unerfahrenheit, der oft mit der Kindheit assoziiert wird.
Mit der Zeit verlor er die kindliche Unschuld und den Glauben an das Gute in allen Menschen.

Eine feste Wendung für eine Person, die sich naiv, unschuldig und weltfremd gibt oder es tatsächlich ist.
Tu nicht so, als wärst du die Unschuld vom Lande, du wusstest genau, was passiert.
Das Wort ist einfach zu verstehen, wenn man es zerlegt: Die Vorsilbe „Un-“ ist eine Verneinung, und das Grundwort ist „die Schuld“. „Unschuld“ bedeutet also wörtlich „Nicht-Schuld“.
Ohne die Vorsilbe „un-“ hat das Wort die gegenteilige Bedeutung: Schuld.
Als abstraktes Nomen wird „Unschuld“ fast ausschließlich im Singular verwendet. Der Plural ist extrem selten und wird im normalen Sprachgebrauch nicht benutzt.
Er sprach immer wieder von seiner Unschuld.
Im juristischen Kontext wird „Unschuld“ oft mit bestimmten Verben kombiniert. Typische Wendungen sind „seine Unschuld beteuern“, „an jemandes Unschuld glauben“ oder „seine Unschuld beweisen“.
Bis zum Schluss hat sie ihre Unschuld beteuert.
Die Redewendung „die Unschuld vom Lande“ ist fest und wird oft ironisch gebraucht. Man unterstellt der Person damit, dass sie nur so tut, als wäre sie naiv und unerfahren.
Spiel nicht die Unschuld vom Lande, ich weiß genau, dass du davon wusstest!
Unschuld kann bei einer Person Arglosigkeit oder sexuelle Unerfahrenheit bezeichnen. Reinheit beschreibt umfassender einen moralisch oder seelisch unverdorbenen Zustand und kann auch Keuschheit einschließen. Geht es konkret um fehlende Erfahrung, passt Unschuld; bei einem moralischen Ideal eher Reinheit.

Der Roman beschreibt ihre Unschuld als völlige sexuelle Unerfahrenheit.
Der Roman beschreibt ihre Reinheit als moralische und seelische Unverdorbenheit.