vereidigen
Eine Person einen offiziellen Eid schwören lassen, meist bei der Übernahme eines öffentlichen Amtes.
Der neue Bundeskanzler wurde heute im Bundestag vereidigt.

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Eine Person einen offiziellen Eid schwören lassen, meist bei der Übernahme eines öffentlichen Amtes.
Der neue Bundeskanzler wurde heute im Bundestag vereidigt.

Das Verb leitet sich vom Nomen „der Eid“ (ein feierliches Versprechen) ab. Die Vorsilbe „ver-“ ist untrennbar und bedeutet hier, jemanden in den Zustand zu versetzen, einen Eid geleistet zu haben.
Der Richter muss den Zeugen vor seiner Aussage vereidigen.
Dieses Verb wird sehr oft im Passiv verwendet, da der Fokus meist auf der Person liegt, die das Amt antritt, und nicht auf der Person, die den Eid abnimmt.
Die neue Ministerin wird morgen Vormittag vereidigt.
„Vereidigen“ ist ein formelles Wort aus dem politischen und rechtlichen Bereich. Man verwendet es fast ausschließlich im Kontext von öffentlichen Ämtern und offiziellen Funktionen.
Alle neuen Beamten müssen vor Dienstantritt vereidigt werden.
Oft wird die Funktion oder die Grundlage des Eides mit einer Präposition angegeben. Typisch sind „jemanden als [Position] vereidigen“ oder „jemanden auf [Grundlage] vereidigen“.
Der Zeuge wurde auf die Bibel vereidigt.
„verpflichten“ und „vereidigen“ haben beide mit einer offiziellen Bindung zu tun. „Verpflichten“ ist breiter: Jemand muss wegen eines Gesetzes, Vertrags oder einer Regel etwas tun. „Vereidigen“ ist viel spezieller. Dabei lässt man eine Person einen offiziellen Eid schwören, oft bei einem öffentlichen Amt. Lernende können die Wörter verwechseln, weil ein Eid auch eine Verpflichtung schafft. Aber nicht jede Verpflichtung ist ein Eid. Wenn es um Regeln oder Verträge geht, passt „verpflichten“; wenn jemand offiziell schwört, benutzt man „vereidigen“.

Am Montag wird die neue Ministerin im Parlament vereidigt.
Das Gesetz verpflichtet die Firma, ihre Kunden klar zu informieren.