Die Handlung oder der Prozess, eine Sache, ein Problem oder eine Tat als weniger schlimm, gefährlich oder bedeutsam darzustellen, als sie in Wirklichkeit ist.
beispiel
Die Verharmlosung von Alltagsrassismus ist ein weit verbreitetes Problem.
Tipps
Wortaufbau
Das Wort ist die Substantivierung des Verbs „verharmlosen“. Dieses leitet sich vom Adjektiv „harmlos“ ab, was „ohne Harm (Schaden)“ bedeutet. Eine Verharmlosung ist also die Handlung, etwas als harmlos darzustellen.
BEISPIEL
Er wurde für die Verharmlosung der Risiken stark kritisiert.
Satzbau mit Genitiv
Um auszudrücken, was verharmlost wird, verwendet man meist den Genitiv oder die Präposition „von“. Die Genitiv-Konstruktion ist in der Schriftsprache sehr verbreitet.
BEISPIEL
Die Verharmlosung der Gefahr führte zu dem Unfall.
Typische Verbindungen
„Verharmlosung“ wird oft in kritischem Kontext verwendet. Typische Verben sind „jemandem Verharmlosung vorwerfen“, „etwas als Verharmlosung kritisieren“ oder „gegen die Verharmlosung kämpfen“.
BEISPIEL
Die Opposition warf der Regierung eine Verharmlosung der Klimakrise vor.
Vergleichen mit
antonym · confusable
Verharmlosung vs Übertreibung
„Übertreibung“ und „Verharmlosung“ beschreiben beide, dass etwas nicht ganz realistisch dargestellt wird. Der Unterschied ist die Richtung: Bei einer „Übertreibung“ macht man etwas größer, schlimmer oder wichtiger, als es ist. Bei einer „Verharmlosung“ macht man etwas kleiner oder weniger schlimm, als es ist. Man kann die Wörter verwechseln, weil beide eine falsche oder einseitige Darstellung meinen. Praktisch hilft: „Übertreibung“ macht mehr aus einer Sache, „Verharmlosung“ macht weniger daraus.
Verharmlosung
Die Chefin sprach von einem kleinen Problem, aber viele empfanden das als Verharmlosung.
Übertreibung
Dass der kleine Streit eine Katastrophe war, ist wirklich eine Übertreibung.