Die bewusste Verbreitung einer unwahren und ehrenrührigen Behauptung über eine andere Person, um deren Ruf zu schädigen. Im Gegensatz zur üblen Nachrede weiß der Täter bei der Verleumdung, dass die Behauptung falsch ist.
beispiel
Er wurde wegen Verleumdung verklagt, nachdem er wissentlich Lügen über seinen Geschäftspartner verbreitet hatte.
Tipps
Wortfamilie
Das Nomen „die Verleumdung“ leitet sich direkt vom Verb „verleumden“ ab. Die Endung „-ung“ macht aus der Handlung ein Nomen. Wer eine Verleumdung begeht, der verleumdet jemanden.
BEISPIEL
Er hat seinen Nachbarn verleumdet und muss nun mit einer Klage rechnen.
Typische Verbindungen
Da „Verleumdung“ ein juristischer Begriff ist, wird er oft in rechtlichen Zusammenhängen verwendet. Typische Kombinationen sind „jemanden wegen Verleumdung anzeigen“, „eine Klage wegen Verleumdung“ oder „sich gegen eine Verleumdung wehren“.
BEISPIEL
Die Schauspielerin wehrte sich öffentlich gegen die Verleumdungen in der Presse.
Register
„Verleumdung“ ist ein formeller Begriff, der vor allem in der Rechtssprache und in offiziellen Kontexten verwendet wird. Im Alltag spricht man eher von „Lügen“ oder „Gerüchten“.
BEISPIEL
Der offizielle Vorwurf lautet auf Verleumdung und üble Nachrede.
Vergleichen mit
near_synonym · confusable
Verleumdung vs Beleidigung
„Beleidigung“ und „Verleumdung“ haben beide damit zu tun, dass jemand die Ehre oder den Ruf einer Person verletzt. Eine „Beleidigung“ ist meist eine direkte verletzende Äußerung oder Handlung, zum Beispiel ein Schimpfwort. „Verleumdung“ ist genauer: Jemand verbreitet bewusst eine falsche Behauptung über eine Person, damit andere schlecht über sie denken. Lernende können die Wörter verwechseln, weil beides verletzend sein kann. Praktisch gilt: Bei einer direkten Kränkung passt „Beleidigung“ eher. Wenn eine falsche Geschichte über jemanden erzählt wird, passt „Verleumdung“.
Verleumdung
Die Behauptung, der Kollege habe Geld gestohlen, war eine Verleumdung.
Beleidigung
Nach dem Streit entschuldigte sich Tom für die Beleidigung.