Eine Wissenschaft, die sich mit der Erforschung der Kultur des Volkes befasst, insbesondere mit Traditionen, Bräuchen, Alltagsleben und Festen. Sie wird heute oft auch als Europäische Ethnologie bezeichnet.
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Im Studium der Volkskunde analysierte sie alte Märchen und Sagen.
Tipps
Wortzusammensetzung
Das Wort setzt sich aus „Volk“ und „Kunde“ zusammen. „Kunde“ bedeutet hier „Wissenschaft“ oder „Lehre“, wie auch in „Erdkunde“. Volkskunde ist also wörtlich die „Wissenschaft vom Volk“.
BEISPIEL
Die Erdkunde beschreibt die Erde, die Volkskunde beschreibt die Kultur des Volkes.
Akademischer Kontext
„Volkskunde“ ist der traditionelle Name für eine wissenschaftliche Disziplin. Das Wort wird daher fast ausschließlich im Kontext von Universitäten, Forschung und Museen verwendet.
BEISPIEL
Sie hat an der Universität Wien Volkskunde studiert.
Typische Verbindungen
Da es sich um ein Studienfach handelt, wird „Volkskunde“ oft mit Verben wie „studieren“, „lehren“, „erforschen“ oder „sich befassen mit“ kombiniert.
BEISPIEL
Der Professor befasst sich seit Jahren mit der regionalen Volkskunde.
Vergleichen mit
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Volkskunde vs Folklore
„die Folklore“ und „die Volkskunde“ haben beide mit Traditionen, Bräuchen und dem Leben einer Gemeinschaft zu tun. „Folklore“ meint die traditionellen Inhalte selbst, zum Beispiel Lieder, Tänze, Sagen oder Handwerkskunst. Manchmal wird das Wort auch kritisch benutzt, wenn etwas sehr künstlich oder touristisch wirkt. „Volkskunde“ ist dagegen die Wissenschaft, die solche Themen erforscht. Lernende können die Wörter verwechseln, weil beide oft bei Kultur und Tradition vorkommen. Einfach gesagt: Folklore ist das, was gelebt oder gezeigt wird; Volkskunde ist die Forschung darüber.
Volkskunde
Frau Krüger arbeitet in der Volkskunde und erforscht Bräuche in kleinen Dörfern.
Folklore
Auf dem Fest wurden alte Lieder und Tänze aus der regionalen Folklore gezeigt.