Eine Person, die vom Gericht bestellt wird, um die rechtliche Vertretung und Sorge für eine minderjährige Person (Mündel) zu übernehmen, deren Eltern dazu nicht in der Lage sind.
beispiel
Nach dem Tod ihrer Eltern wurde ihr Onkel zu ihrem Vormund bestellt.
Tipps
Wortaufbau
Das Wort hat eine alte Herkunft. „Vor-“ bedeutet „für“ und „-mund“ kommt von einem alten Wort für „Schutz“ oder „Hand“. Ein Vormund ist also eine Person, die schützend für jemanden eintritt.
BEISPIEL
Der Vormund vertritt die Interessen des Kindes vor Gericht.
Typische Verben
Ein Vormund wird nicht privat ausgewählt, sondern von einem Gericht offiziell ernannt. Daher sind typische Verben „bestellen“ und „bestellt werden“. Man kann auch „die Vormundschaft übernehmen“.
BEISPIEL
Das Gericht hat einen Vormund für das Waisenkind bestellt.
Wortfamilie
Zur Wortfamilie gehören „die Vormundschaft“ (der rechtliche Status) und „das Mündel“ (die Person, meist ein Kind, die einen Vormund hat). Diese Wörter treten oft zusammen auf.
BEISPIEL
Die Vormundschaft endet automatisch, wenn das Mündel 18 Jahre alt wird.
Vergleichen mit
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Vormund vs Erzieher
„der Erzieher“ und „der Vormund“ können beide mit der Verantwortung für ein Kind zu tun haben. „der Erzieher“ betont, dass jemand ein Kind erzieht, begleitet und bildet. Das kann beruflich sein oder in der Familie passieren. „der Vormund“ ist dagegen eine rechtliche Rolle: Diese Person wird vom Gericht bestimmt und darf für ein minderjähriges Kind wichtige Entscheidungen treffen, wenn die Eltern das nicht können. Lernende können die Wörter verwechseln, weil beide für ein Kind sorgen können. Praktisch gilt: Bei Alltag, Betreuung und Erziehung passt „Erzieher“; bei Recht, Gericht und offizieller Verantwortung passt „Vormund“.
Vormund
Der Vormund unterschreibt die wichtigen Unterlagen für das Kind.
Erzieher
Als Erzieher spricht Herr Kaya oft mit den Eltern über die Entwicklung der Kinder.