wegschauen
Den Blick bewusst von etwas oder jemandem abwenden. Man schaut absichtlich in eine andere Richtung.
Als der gruselige Teil des Films kam, musste ich wegschauen.

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Den Blick bewusst von etwas oder jemandem abwenden. Man schaut absichtlich in eine andere Richtung.
Als der gruselige Teil des Films kam, musste ich wegschauen.

„Wegschauen“ ist ein trennbares Verb. Die Vorsilbe „weg-“ steht im Hauptsatz am Ende. In Nebensätzen und im Infinitiv mit „zu“ bleibt das Verb zusammen.
Er schaut bei dem traurigen Film immer weg.
In der übertragenen Bedeutung hat „wegschauen“ oft einen starken moralischen Appell. Die Aufforderung „nicht wegschauen!“ bedeutet, dass man bei Problemen oder Ungerechtigkeit aktiv werden und helfen soll.
Wenn jemand Hilfe braucht, darf man nicht einfach wegschauen.
In der wörtlichen Bedeutung wird oft die Präposition „von“ verwendet, um zu sagen, wovon man den Blick abwendet.
Die Kinder schauten schnell vom Bildschirm weg, als die Eltern ins Zimmer kamen.
In der übertragenen Bedeutung wird oft die Präposition „bei“ genutzt, um die Situation zu nennen, die ignoriert wird.
Bei Rassismus im Alltag darf man auf keinen Fall wegschauen.
„anschauen“ und „wegschauen“ bilden einen klaren Gegensatz beim Blick. Bei „anschauen“ richtet man den Blick bewusst auf etwas oder jemanden. Bei „wegschauen“ wendet man den Blick bewusst ab und sieht in eine andere Richtung. „wegschauen“ kann auch übertragen gemeint sein: Man bemerkt ein Problem, eine Ungerechtigkeit oder Leid, tut aber nichts. Dann geht es nicht nur um die Augen, sondern um bewusstes Ignorieren. Der einfache Gegensatz ist: anschauen heißt hinsehen, wegschauen heißt nicht hinsehen oder nicht eingreifen.

Als die Kinder stritten, hat der Erwachsene nicht geholfen, sondern weggeschaut.
Nach dem Unterricht schaut sich Tom das Plakat im Flur an.