Der gesetzlich vorgeschriebene oder freiwillige Dienst in den Streitkräften eines Landes. Er umfasst die militärische Ausbildung und den Einsatz für die Landesverteidigung.
beispiel
Mein Großvater musste nach der Schule seinen Wehrdienst bei der Bundeswehr leisten.
Tipps
Wortzusammensetzung
Das Wort setzt sich aus „Wehr“ und „Dienst“ zusammen. „Wehr“ kommt vom Verb „sich wehren“ (sich verteidigen), und „Dienst“ bedeutet „service“. Es ist also wörtlich ein „Verteidigungsdienst“.
BEISPIEL
Der Wehrdienst soll junge Bürger auf die Landesverteidigung vorbereiten.
Typische Verben
Die häufigste Verbverbindung ist „den Wehrdienst leisten“ oder „ableisten“. Wenn jemand zum Dienst gezwungen wird, sagt man, er wird „zum Wehrdienst eingezogen“.
BEISPIEL
Er hat seinen Wehrdienst bei der Marine geleistet.
Kultureller Kontext
In Deutschland gab es lange eine „Wehrpflicht“ (Pflicht zum Wehrdienst), die 2011 ausgesetzt wurde. Das Thema ist aber weiterhin politisch und gesellschaftlich relevant.
BEISPIEL
Viele Väter und Großväter in Deutschland mussten noch den Wehrdienst leisten.
Vergleichen mit
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Wehrdienst vs Dienst
„der Dienst“ und „der Wehrdienst“ können beide Arbeit oder Einsatz für eine staatliche Organisation meinen. „Dienst“ ist dabei viel allgemeiner und kann auch Polizei, Verwaltung oder Militär betreffen. „Wehrdienst“ ist genauer: Er meint den Dienst in den Streitkräften, also mit militärischer Ausbildung und Landesverteidigung. Lernende können die Wörter verwechseln, weil in beiden Wörtern „Dienst“ steckt. Wenn es klar um das Militär und die Pflicht oder freiwillige Zeit bei den Streitkräften geht, ist „Wehrdienst“ genauer. „Dienst“ allein braucht mehr Kontext.
Wehrdienst
Nach der Schule hat Paul freiwillig Wehrdienst geleistet.
Dienst
Mein Kollege ist heute im Dienst und nimmt am Telefon die Notrufe an.