Ein Bischof in der römisch-katholischen Kirche, der einen Diözesanbischof (den leitenden Bischof eines Bistums) unterstützt, aber kein automatisches Nachfolgerecht hat. Er übernimmt meist bestimmte Aufgabenbereiche oder repräsentative Funktionen.
beispiel
Der Weihbischof spendete in der kleinen Gemeinde das Sakrament der Firmung.
Tipps
Wortzusammensetzung
Das Wort setzt sich aus „Weih-“ und „Bischof“ zusammen. Der erste Teil leitet sich vom Verb „weihen“ ab, was „konsekrieren“ oder „segnen“ bedeutet. Ein Weihbischof ist also ein Bischof, der bestimmte Weihehandlungen vornimmt.
BEISPIEL
Der Name „Weihbischof“ erklärt seine Funktion, bei Weihen zu assistieren.
Kontext und Register
Dieser Begriff ist ein spezifischer Fachtitel aus der römisch-katholischen Kirche. Außerhalb dieses religiösen Kontextes wird das Wort praktisch nicht verwendet.
BEISPIEL
In den Nachrichten über den Vatikan wurde der neue Weihbischof erwähnt.
Typische Verbindungen
Häufige Formulierungen sind „zum Weihbischof ernannt werden“ oder „zum Weihbischof geweiht werden“. Oft wird auch das zuständige Bistum genannt, z.B. „der Weihbischof von München“.
BEISPIEL
Er wurde vom Papst zum neuen Weihbischof für das Bistum ernannt.
Vergleichen mit
near_synonym · confusable
Weihbischof vs Bischof
„Bischof“ und „Weihbischof“ liegen sehr nah beieinander, weil ein Weihbischof auch ein Bischof ist. Der Unterschied ist die Aufgabe und Stellung. Ein „Bischof“ meint oft den leitenden Bischof eines Bistums. Ein „Weihbischof“ unterstützt diesen leitenden Bischof und übernimmt bestimmte Aufgaben, leitet aber normalerweise nicht selbst das ganze Bistum. Die Wörter können leicht verwechselt werden, weil beide den Titel „Bischof“ enthalten. Wenn die Person die Hauptverantwortung für ein Bistum hat, ist „Bischof“ passender; wenn sie unterstützend arbeitet, ist „Weihbischof“ genauer.
Weihbischof
Der Weihbischof vertritt den Bischof bei der Firmung in der kleinen Gemeinde.