wehrlos
Ohne die Fähigkeit oder die Mittel, sich gegen einen Angriff, eine Gefahr oder einen starken Einfluss zu verteidigen; schutzlos ausgeliefert.
Die frisch geschlüpften Küken waren dem Angriff der Katze wehrlos ausgesetzt.

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Ohne die Fähigkeit oder die Mittel, sich gegen einen Angriff, eine Gefahr oder einen starken Einfluss zu verteidigen; schutzlos ausgeliefert.
Die frisch geschlüpften Küken waren dem Angriff der Katze wehrlos ausgesetzt.

Das Adjektiv setzt sich zusammen aus „die Wehr“ (Verteidigung) und der Endung „-los“, die „ohne“ bedeutet. „Wehrlos“ heißt also wörtlich „ohne Verteidigung“.
Ohne seine Waffen fühlte sich der Soldat völlig wehrlos.
Oft wird „wehrlos“ in der festen Wendung „jemandem/etwas wehrlos ausgeliefert sein“ verwendet. Die Bedrohung steht dabei im Dativ. Alternativ kann man „gegen + Akkusativ“ benutzen.
Die Bevölkerung war der Willkür des Diktators wehrlos ausgeliefert.
Das Adjektiv beschreibt oft Personen oder Lebewesen in einer verletzlichen Situation. Häufige Subjekte sind „Opfer“, „Kinder“ oder „Tiere“. Ein typisches Verb ist „sich wehrlos fühlen“.
Das kleine Tier stand dem Raubvogel wehrlos gegenüber.
„hilflos“ und „wehrlos“ beschreiben beide, dass jemand in einer schwierigen Lage wenig tun kann. „hilflos“ ist allgemeiner: Jemand braucht Hilfe, weiß nicht weiter oder kann sich selbst nicht helfen. „wehrlos“ ist spezieller und passt, wenn jemand sich gegen einen Angriff, Druck oder eine Gefahr nicht verteidigen kann. Lernende können die Wörter verwechseln, weil eine wehrlose Person oft auch hilflos wirkt. Wenn es um fehlende Hilfe oder Ratlosigkeit geht, sagt man eher „hilflos“. Wenn es um Verteidigung gegen etwas Bedrohliches geht, sagt man „wehrlos“.

Gegen die starken Angreifer war das kleine Tier völlig wehrlos.
Die alte Frau wirkte hilflos, als der Fahrkartenautomat nicht funktionierte.