weitreichend
Etwas, das große und umfassende Auswirkungen oder Konsequenzen hat.
Die Digitalisierung hat weitreichende Folgen für die Arbeitswelt.

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Etwas, das große und umfassende Auswirkungen oder Konsequenzen hat.
Die Digitalisierung hat weitreichende Folgen für die Arbeitswelt.

Das Adjektiv „weitreichend“ setzt sich aus „weit“ und „reichend“ zusammen. „Reichend“ ist das Partizip I des Verbs „reichen“. Die Bedeutung ist also wörtlich „weit reichend“ oder „sich weit erstreckend“.
Die Firma plant weitreichende Investitionen in neue Technologien.
„Weitreichend“ wird fast immer mit abstrakten Nomen kombiniert, die eine Wirkung oder Veränderung beschreiben. Typische Kollokationen sind „weitreichende Folgen“, „weitreichende Konsequenzen“, „weitreichende Auswirkungen“ und „eine weitreichende Entscheidung“.
Die Schließung der Fabrik hatte weitreichende Konsequenzen für die gesamte Region.
Dieses Adjektiv gehört eher zur formellen Schriftsprache. Man findet es häufig in Nachrichten, wissenschaftlichen Texten und offiziellen Dokumenten, aber selten in der alltäglichen Umgangssprache.
Die Studie analysiert die weitreichenden Effekte des Klimawandels.
„weitgehend“ und „weitreichend“ sehen ähnlich aus, bedeuten aber nicht dasselbe. „weitgehend“ beschreibt, dass etwas zu einem sehr großen Teil gilt oder fast vollständig so ist. „weitreichend“ beschreibt Folgen oder Auswirkungen, die groß und wichtig sind. Die Verwechslung kommt vor allem durch den gemeinsamen Anfang „weit-“. Man sagt zum Beispiel „weitgehend erledigt“, aber „weitreichende Folgen“. Ein einfacher Merksatz ist: „weitgehend“ geht um das Ausmaß, „weitreichend“ um die Wirkung.

Die Entscheidung des Chefs hat weitreichende Folgen für das ganze Team.
Nach der Pause war Lenas Präsentation weitgehend fertig.