Bezieht sich auf die irdische, materielle Welt und nicht auf religiöse, kirchliche oder spirituelle Angelegenheiten. Das Gegenteil von „geistlich“.
beispiel
Die Trennung von Kirche und Staat sorgt dafür, dass die Regierung weltliche Entscheidungen trifft.
Tipps
Wortaufbau
Das Adjektiv „weltlich“ ist vom Nomen „die Welt“ abgeleitet. Die Endung „-lich“ verwandelt das Nomen in ein Adjektiv und bedeutet so viel wie „auf die Welt bezogen“ oder „zur Welt gehörend“.
BEISPIEL
Er entschied sich für ein weltliches Leben außerhalb des Klosters.
Typische Verbindungen
„Weltlich“ wird oft verwendet, um Nomen zu beschreiben, die im Gegensatz zu etwas Religiösem oder Spirituellem stehen. Häufige Kombinationen sind „weltliche Macht“, „weltliche Musik“, „weltliche Güter“ oder „weltliche Freuden“.
BEISPIEL
Im Mittelalter gab es oft Konflikte zwischen der kirchlichen und der weltlichen Macht.
Verwendungskontext
Dieses Wort findet man oft in Texten über Geschichte, Politik, Philosophie oder Kunst. Es dient dazu, eine klare Trennung zwischen staatlichen oder gesellschaftlichen Dingen und kirchlichen oder religiösen Dingen zu machen.
BEISPIEL
Die Diskussion drehte sich um die Rolle der Religion in einer modernen, weltlichen Gesellschaft.
Vergleichen mit
antonym
weltlich vs heilig
„heilig“ und „weltlich“ bilden einen Gegensatz im religiösen Bereich. „Heilig“ beschreibt etwas, das zu Gott, Religion oder Verehrung gehört und als besonders geweiht gilt. „Weltlich“ beschreibt dagegen Dinge, die nicht religiös oder kirchlich sind, sondern zum normalen irdischen Leben gehören. Der Gegensatz ist also: religiös verehrt oder geweiht auf der einen Seite, nicht religiös und alltäglich oder staatlich auf der anderen Seite.
weltlich
Die Feier war weltlich und fand nicht in einer Kirche statt.
heilig
Für die Gläubigen ist dieser Berg ein heiliger Ort.