Auf die Welt und das menschliche Leben auf der Erde bezogen; weltlich, materiell. Oft als Gegensatz zum Himmlischen, Göttlichen oder Spirituellen verwendet.
beispiel
Viele Religionen lehren, dass irdische Güter im Vergleich zum Seelenheil unwichtig sind.
Tipps
Wortfamilie
Das Adjektiv „irdisch“ ist direkt vom Nomen „die Erde“ abgeleitet. Alles, was „irdisch“ ist, hat also einen direkten Bezug zum Planeten Erde oder zum Leben auf der Erde.
BEISPIEL
Die Schwerkraft ist eine irdische Kraft, die alles anzieht.
Kontexthinweis
Die Bedeutung von „irdisch“ erkennst du am Kontext. In religiösen oder philosophischen Texten bedeutet es „weltlich“ (Gegenteil: „himmlisch“). In wissenschaftlichen Kontexten bedeutet es „von der Erde stammend“ (Gegenteil: „außerirdisch“).
BEISPIEL
Für den Mönch waren alle irdischen Vergnügen bedeutungslos.
Typische Verbindungen
In der Bedeutung „weltlich“ oder „materiell“ wird „irdisch“ oft mit Nomen kombiniert, die Besitz, Sorgen oder Freuden des Lebens beschreiben. Typisch sind „irdische Güter“, „irdische Sorgen“ oder „das irdische Dasein“.
BEISPIEL
Er glaubte, dass man sich nicht zu sehr an irdische Güter klammern sollte.
Vergleichen mit
antonym
irdisch vs göttlich
„göttlich“ und „irdisch“ bilden einen Gegensatz, wenn es um Religion oder Spiritualität geht. „göttlich“ meint etwas, das zu einem Gott gehört oder von einem Gott kommt. „irdisch“ meint dagegen das Leben auf der Erde, die menschliche Welt und materielle Dinge. Der Gegensatz ist also: himmlisch oder von Gott auf der einen Seite, weltlich und menschlich auf der anderen Seite.
irdisch
Im Unterricht sprechen wir über irdische Wünsche und spirituelle Ziele.
göttlich
Die Gläubigen sehen in dem Ereignis eine göttliche Botschaft.