wiederum
Drückt einen Gegensatz, eine andere Perspektive oder einen neuen Aspekt aus; im Gegenzug, andererseits.
Die einen lobten den Film, die anderen wiederum fanden ihn langweilig.

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Drückt einen Gegensatz, eine andere Perspektive oder einen neuen Aspekt aus; im Gegenzug, andererseits.
Die einen lobten den Film, die anderen wiederum fanden ihn langweilig.

Als Adverb kann „wiederum“ an verschiedenen Stellen im Satz stehen. Steht es auf Position 1, folgt das Verb. Oft steht es aber auch direkt nach dem Subjekt, auf das es sich bezieht.
Wiederum zeigte sich, dass die Planung fehlerhaft war.
In der Bedeutung „andererseits“ oder „im Gegenzug“ gehört „wiederum“ eher zur geschriebenen oder formelleren Sprache. Es hilft, Argumente oder Perspektiven klar voneinander abzugrenzen.
Das Hotel war teuer, bot aber wiederum einen exzellenten Service.
Die Bedeutung „erneut“ oder „noch einmal“ ist für „wiederum“ heute selten und gilt als veraltet oder sehr formell. In der Alltagssprache wird sie kaum noch verwendet.
Nachdem der König seine Rede beendet hatte, sprach wiederum der Kanzler.
„wieder“ und „wiederum“ können beide ausdrücken, dass etwas noch einmal passiert. In diesem Sinn ist „wieder“ aber viel normaler und alltäglicher. „wiederum“ klingt dabei eher formell oder altmodisch. Häufiger benutzt man „wiederum“, wenn man einen Gegensatz oder einen anderen Aspekt zeigt, ähnlich wie „andererseits“. Deshalb können die Wörter verwechselt werden: Sie sehen ähnlich aus, aber „wieder“ passt meist bei Wiederholung, während „wiederum“ oft eine neue Sicht oder einen Gegensatz einleitet.

Wir wollten ans Meer fahren, die Kinder wiederum hatten mehr Lust auf die Berge.
Nach der Pause arbeitet die Mitarbeiterin wieder am Bericht.