Die Fähigkeit, den eigenen Willen und die eigenen Impulse zu kontrollieren, um ein gesetztes Ziel zu erreichen, auch gegen Widerstände oder Versuchungen. Es ist die innere Stärke, die einem hilft, diszipliniert zu bleiben.
beispiel
Es erfordert viel Willenskraft, mit dem Rauchen aufzuhören.
Tipps
Wortzusammensetzung
Dieses Wort besteht aus „Wille“ (im Genitiv „Willens“) und „Kraft“. Es bedeutet also wörtlich „die Kraft des Willens“. Das „-s-“ in der Mitte ist ein Fugenelement, das die beiden Teile verbindet.
BEISPIEL
Um ein Ziel zu erreichen, braucht man die Kraft des eigenen Willens, also Willenskraft.
Typische Verbindungen
„Willenskraft“ wird oft mit Verben wie „haben“, „besitzen“, „brauchen“, „aufbringen“ oder „beweisen“ kombiniert. Typische Adjektive sind „stark“, „groß“ oder „enorm“.
BEISPIEL
Sie hat eine unglaubliche Willenskraft bewiesen, als sie für den Marathon trainierte.
Satzbau mit Infinitiv
Oft wird mit einer Infinitivkonstruktion mit „zu“ beschrieben, wofür die Willenskraft benötigt wird. Das Muster lautet: „die Willenskraft haben/brauchen, um etwas zu tun“.
BEISPIEL
Er hatte nicht die Willenskraft, die Diät durchzuhalten.
Vergleichen mit
near_synonym · confusable
Willenskraft vs Kraft
„die Kraft“ und „die Willenskraft“ können beide innere Stärke meinen. „Kraft“ ist aber breiter und kann allgemein helfen, eine schwierige Situation zu ertragen. „Willenskraft“ meint besonders die Fähigkeit, sich selbst zu kontrollieren und bei einem Ziel diszipliniert zu bleiben. Man kann die Wörter verwechseln, weil beide mit Stärke zu tun haben. Wenn jemand trotz Trauer oder Stress weitermacht, passt oft „Kraft“. Wenn jemand Versuchungen widersteht oder ein Ziel verfolgt, ist „Willenskraft“ genauer.
Willenskraft
Beim Frühstück zeigt sie Willenskraft und isst keinen Kuchen, weil sie gesünder leben will.
Kraft
Die Eltern finden heute die Kraft, mit der Lehrerin über das Problem zu sprechen.