
wollen
Etwas wünschen oder gerne haben beziehungsweise tun möchten.
Ich will heute Abend einen Film sehen.
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Etwas wünschen oder gerne haben beziehungsweise tun möchten.
Ich will heute Abend einen Film sehen.

Etwas beabsichtigen oder einen festen Plan haben.
Sie will nächstes Jahr in Berlin studieren.

Etwas verlangen oder mit Nachdruck fordern.
Ich will sofort mit dem Verantwortlichen sprechen.

Etwas behaupten, besonders wenn die Aussage nicht sicher oder nicht allgemein anerkannt ist.
Der Mann will den Unfall selbst gesehen haben.

Etwas bedeutet oder hat eine bestimmte Bedeutung.
Das will heißen, dass wir noch einmal von vorn anfangen müssen.

Etwas ist beachtlich oder hat eine größere Bedeutung, als es zunächst scheint.
Dreißig Jahre in diesem Beruf, das will etwas heißen.

Etwas erfordert Übung, Erfahrung oder besondere Fähigkeiten.
Eine so schwierige Verhandlung will gelernt sein.

Von einer Sache oder einem Gerät gesagt: sich nicht wie erwartet verhalten oder nicht funktionieren.
Der alte Drucker will heute einfach nicht arbeiten.
Das deutsche „wollen“ bezeichnet meist einen Wunsch, eine Absicht oder eine Forderung. Das englische „will“ wird dagegen oft zur Bildung der Zukunft verwendet; diese Funktion wird im Deutschen nicht durch „wollen“ ausgedrückt.
Ich will nach dem Essen noch einen Spaziergang machen.
„Wollen“ steht häufig mit einem zweiten Verb im Infinitiv ohne „zu“. Das konjugierte „wollen“ steht im Hauptsatz an zweiter Stelle, der andere Infinitiv steht am Satzende.
Wir wollen am Wochenende unsere Freunde besuchen.
Wenn „wollen“ zusammen mit einem weiteren Infinitiv im Perfekt steht, verwendet man am Satzende zwei Infinitive. Der andere Infinitiv steht dabei vor „wollen“.
Sie hat den Vertrag nicht unterschreiben wollen.
Bei „wollen“ steht „nicht“ häufig direkt vor dem Infinitiv, wenn die Handlung selbst verneint wird. So wird ausgedrückt, dass jemand etwas nicht tun möchte.
Ich will heute nicht lange bleiben.
In dieser Bedeutung steht „wollen“ oft mit einem Infinitiv Perfekt. Die betroffene Person behauptet dann, etwas bereits getan oder erlebt zu haben.
Der Zeuge will den Täter kurz vor dem Unfall gesehen haben.
„Das will heißen“ leitet eine Erklärung oder Folgerung ein. Danach folgt häufig ein Nebensatz mit „dass“ oder eine kurze Erläuterung.
Die Frist ist abgelaufen; das will heißen, dass wir den Antrag neu stellen müssen.
In „Das will etwas heißen“ steht „etwas“ für eine beachtliche Leistung oder Bedeutung. Die Wendung bezieht sich oft auf eine Zahl, eine lange Zeit oder eine besondere Erfahrung.
Ein ganzes Jahr ohne Urlaub, das will etwas heißen.
„Etwas will gelernt sein“ steht meist nach einer Tätigkeit oder Fähigkeit und weist darauf hin, dass dafür Übung und Erfahrung nötig sind. Die Wendung hat die feste Form „will gelernt sein“.
Der Umgang mit so vielen Gästen will gelernt sein.
Bei Geräten oder anderen Sachen wird „wollen“ oft personifizierend verwendet, besonders in der Verbindung „nicht wollen“. Dadurch klingt es, als würde sich die Sache absichtlich gegen ihre normale Funktion wehren.
Mein Laptop will seit gestern nicht mehr starten.