Eine sehr seltene, umgangssprachliche und meist veraltete Kurzform für „zapfenduster“, was stockdunkel oder finster bedeutet. Der Ausdruck leitet sich vom militärischen Zapfenstreich ab, dem Signal zum Löschen der Lichter.
beispiel
Ohne die Taschenlampe wäre es hier im Keller zapfen.
Tipps
Seltene Verwendung
Dieses Adjektiv ist heute sehr selten und gilt als veraltet. In der modernen Sprache wird stattdessen die vollständige Form „zapfenduster“ oder einfach „stockdunkel“ verwendet.
BEISPIEL
Früher sagte man: „Mach das Licht an, es ist ganz zapfen hier drin.“
Herkunft des Wortes
„Zapfen“ ist eine Verkürzung von „zapfenduster“. Dieser Ausdruck kommt vom militärischen „Zapfenstreich“, dem Signal am Abend, nach dem in den Unterkünften kein Licht mehr brennen durfte.
BEISPIEL
Nach dem Zapfenstreich musste in der Kaserne absolute Ruhe herrschen.
Häufiger Fehler
Das Adjektiv „zapfen“ wird leicht mit dem Nomen „der Zapfen“ (z.B. Tannenzapfen) oder dem Verb „zapfen“ (z.B. Bier zapfen) verwechselt. Das Adjektiv ist extrem selten, die anderen Wortarten sind sehr gebräuchlich.
BEISPIEL
Der Wirt muss ein neues Fass Bier zapfen.
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Zapfen vs dunkel
„dunkel“ und „zapfen“ können beide bedeuten, dass es sehr wenig Licht gibt. „dunkel“ ist das normale und überall verständliche Wort für einen Raum, eine Nacht oder einen Ort mit wenig Licht. „zapfen“ ist in dieser Bedeutung sehr selten und umgangssprachlich; meistens kennt man eher die Form „zapfenduster“. Deshalb klingt „dunkel“ fast immer natürlicher. „zapfen“ passt höchstens in sehr lockerer Sprache oder wenn jemand bewusst einen alten oder scherzhaften Ausdruck benutzt.
Zapfen
Ohne Taschenlampe war es im alten Keller wirklich zapfen.