der Zeitzeuge
Eine Person, die ein bestimmtes historisches Ereignis selbst miterlebt hat und darüber aus eigener Erfahrung berichten kann.
Für das Geschichtsprojekt interviewten die Schüler einen Zeitzeugen des Mauerfalls.

Zeitzeuge
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Eine Person, die ein bestimmtes historisches Ereignis selbst miterlebt hat und darüber aus eigener Erfahrung berichten kann.
Für das Geschichtsprojekt interviewten die Schüler einen Zeitzeugen des Mauerfalls.

Das Wort setzt sich aus „Zeit“ und „Zeuge“ zusammen. Es beschreibt also wörtlich eine Person, die ein Zeuge eines bestimmten Zeitabschnitts oder eines historischen Ereignisses war.
Der Historiker sprach mit einem Zeitzeugen über seine Erlebnisse im Krieg.
Um das historische Ereignis zu nennen, das die Person miterlebt hat, verwendet man meist den Genitiv. Alternativ ist auch „von“ + Dativ möglich.
Er ist einer der letzten lebenden Zeitzeugen des Zweiten Weltkriegs.
Häufige Verben im Zusammenhang mit „Zeitzeuge“ sind „einen Zeitzeugen befragen“ oder „interviewen“. Die Person selbst kann „als Zeitzeuge berichten“.
Die Journalistin hat für ihre Dokumentation mehrere Zeitzeugen interviewt.
Das Wort wird speziell für Personen verwendet, die wichtige historische Ereignisse miterlebt haben, nicht für alltägliche Geschehnisse. Es hat eine starke Verbindung zu Geschichte und Journalismus.
In der Schule erzählte ein Zeitzeuge von der Zeit der deutschen Teilung.
„der Zeitgenosse“ und „der Zeitzeuge“ klingen ähnlich und beide haben mit einer bestimmten Zeit zu tun. Ein „Zeitgenosse“ lebt oder lebte in derselben Zeit wie eine andere Person. Er muss ein bestimmtes Ereignis nicht selbst erlebt haben. Ein „Zeitzeuge“ hat ein historisches Ereignis persönlich miterlebt und kann darüber berichten. Die Verwechslung passiert leicht wegen „Zeit-“ am Anfang. Merke: Der Zeitgenosse teilt die Zeit, der Zeitzeuge hat etwas selbst gesehen oder erlebt.

Im Unterricht erzählt ein Zeitzeuge von seiner Kindheit während des Krieges.
Goethe war ein Zeitgenosse von Schiller.