Sich auf die Zivilgesellschaft beziehend; von Bürgern und nichtstaatlichen Organisationen getragen. Die Verwendung als Adjektiv ist grammatikalisch unüblich, stattdessen wird das Adjektiv „zivilgesellschaftlich“ verwendet.
beispiel
Ihr Engagement ist rein zivilgesellschaft und erhält keine staatliche Unterstützung.
Tipps
Häufiger Fehler
Das Wort „Zivilgesellschaft“ ist ein Nomen und wird nicht als Adjektiv verwendet. Es ist ein häufiger Fehler, es direkt vor ein anderes Nomen zu stellen.
BEISPIEL
Die Zivilgesellschaft spielt eine wichtige Rolle in einer Demokratie.
Korrekte Adjektivform
Um eine Sache als zur Zivilgesellschaft gehörig zu beschreiben, verwendet man das Adjektiv „zivilgesellschaftlich“. Dieses wird wie ein normales Adjektiv dekliniert.
BEISPIEL
Er ist in vielen zivilgesellschaftlichen Projekten aktiv.
Wortzusammensetzung
Das Nomen „die Zivilgesellschaft“ setzt sich aus „zivil“ (bürgerlich) und „Gesellschaft“ zusammen. Es bezeichnet den Bereich der Gesellschaft, der aus Bürgern und ihren nichtstaatlichen Organisationen besteht.
BEISPIEL
Freiwillige Feuerwehren sind ein Teil der Zivilgesellschaft.
Vergleichen mit
antonym
Zivilgesellschaft vs staatlich
„staatlich“ und „die Zivilgesellschaft“ stehen einander gegenüber, wenn man fragt, wer etwas trägt oder organisiert. „Staatlich“ bedeutet: vom Staat, durch Behörden oder öffentliche Einrichtungen. „Zivilgesellschaft“ meint Menschen, Vereine und Organisationen außerhalb des Staates, die sich für ein Thema einsetzen. Als Adjektiv sagt man normalerweise „zivilgesellschaftlich“, nicht einfach „Zivilgesellschaft“. Der Gegensatz ist also: staatliches Handeln kommt von offiziellen Stellen, zivilgesellschaftliches Handeln kommt von Bürgern und nichtstaatlichen Gruppen.
Zivilgesellschaft
Nach der Flut hat die Zivilgesellschaft schnell Hilfe für die Familien organisiert.
staatlich
Bei dem Projekt arbeiten eine staatliche Behörde und mehrere Vereine zusammen.