zusehends
Beschreibt eine Veränderung, die deutlich sichtbar oder spürbar geschieht und oft schnell voranschreitet.
Nach der Operation erholte sich der Patient zusehends.

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Beschreibt eine Veränderung, die deutlich sichtbar oder spürbar geschieht und oft schnell voranschreitet.
Nach der Operation erholte sich der Patient zusehends.

Das Wort setzt sich aus „zu“ und „sehend“ zusammen. Die wörtliche Bedeutung ist „während man zusieht“. Es beschreibt also eine Veränderung, die so deutlich ist, dass man sie fast mitverfolgen kann.
Die Pflanze wuchs bei guter Pflege zusehends.
Als Adverb kann „zusehends“ an verschiedenen Stellen im Satz stehen. Es kann auf Position 1 stehen, was die Veränderung betont, oder im Mittelfeld vor dem Teil, den es beschreibt.
Zusehends wurde ihm die Situation klarer.
„Zusehends“ wird fast immer mit Verben kombiniert, die eine Veränderung oder Entwicklung beschreiben. Typische Verben sind: sich verbessern, sich verschlechtern, abnehmen, zunehmen, schwinden oder wachsen.
Die Vorräte nahmen zusehends ab.
Das Wort „zusehends“ gehört eher zur Schriftsprache oder einem gehobenen Stil. In der alltäglichen, lockeren Umgangssprache wird es seltener verwendet.
Der Artikel beschreibt, wie das Vertrauen der Bevölkerung zusehends sinkt.
„immer“ und „zusehends“ können beide eine Veränderung beschreiben, die stärker wird. Bei „immer“ braucht man dafür normalerweise einen Komparativ, zum Beispiel „immer müder“ oder „immer voller“. „zusehends“ bedeutet, dass eine Veränderung deutlich sichtbar oder spürbar voranschreitet. Es klingt etwas gehobener als „immer + Komparativ“. Im Alltag ist „immer“ oft einfacher und natürlicher. „zusehends“ passt gut, wenn man betonen will, dass man die Veränderung klar bemerkt.

Nach dem starken Regen wird der Weg zusehends rutschiger.
Nach zwei Stunden Arbeit werden wir immer müder.