Jemandem eine negative Konsequenz, eine Strafe oder Gewalt in Aussicht stellen, um diese Person einzuschüchtern oder zu einem bestimmten Verhalten zu bewegen.
beispiel
Der Vermieter drohte ihm die Kündigung an, falls die Miete nicht pünktlich bezahlt wird.
Tipps
Trennbares Verb
„Androhen“ ist ein trennbares Verb. Die Vorsilbe „an-“ steht im Hauptsatz am Ende. In Nebensätzen und im Infinitiv mit „zu“ bleibt das Verb zusammen.
BEISPIEL
Er drohte seinem Nachbarn Konsequenzen an.
Satzbau mit Dativ und Akkusativ
Dieses Verb wird typischerweise mit zwei Objekten verwendet: Die Person, der gedroht wird, steht im Dativ, und die angedrohte Sache steht im Akkusativ. Das Muster lautet: jemandem (Dativ) etwas (Akkusativ) androhen.
BEISPIEL
Der Chef drohte dem Mitarbeiter (Dativ) die Kündigung (Akkusativ) an.
Typische Verbindungen
Häufig wird das Androhen von negativen Folgen ausgedrückt. Typische Kombinationen sind „Konsequenzen androhen“, „eine Strafe androhen“, „Gewalt androhen“ oder „rechtliche Schritte androhen“.
BEISPIEL
Das Unternehmen drohte mit rechtlichen Schritten, falls die Rechnung nicht bezahlt wird.
Vergleichen mit
near_synonym · confusable
androhen vs drohen
„drohen“ und „androhen“ sind sehr nah, wenn jemand eine negative Folge ankündigt. „drohen“ ist allgemeiner und kann auch ohne genaues Objekt stehen: Jemand droht einer Person oder droht mit etwas. „androhen“ klingt oft etwas formeller und betont stärker die konkrete angekündigte Strafe oder Maßnahme. Man droht jemandem, aber man droht eine Strafe an oder droht jemandem eine Strafe an. Verwechselbar sind die Wörter, weil beide denselben Kern haben. Als Orientierung: „drohen“ passt allgemein, „androhen“ passt besonders bei einer klar genannten Konsequenz.
androhen
Die Schule droht den Schülern eine Strafe an, wenn sie weiter fehlen.
drohen
Der Nachbar droht mit der Polizei, weil die Musik zu laut ist.