sich anfühlen
Eine bestimmte Empfindung auf der Haut verursachen, wenn man etwas berührt; eine bestimmte taktile Eigenschaft haben.
Der Samtstoff fühlt sich sehr weich und angenehm an.

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Eine bestimmte Empfindung auf der Haut verursachen, wenn man etwas berührt; eine bestimmte taktile Eigenschaft haben.
Der Samtstoff fühlt sich sehr weich und angenehm an.

„Anfühlen“ ist ein trennbares und reflexives Verb. Die Vorsilbe „an-“ steht im Hauptsatz am Ende. Das Reflexivpronomen „sich“ ist obligatorisch und bezieht sich auf das Subjekt, das die Eigenschaft hat.
Dieser Pullover fühlt sich kratzig an.
Um eine taktile Eigenschaft zu beschreiben, folgt das Verb einem einfachen Muster: Das Subjekt (die Sache) fühlt sich auf eine bestimmte Art (Adjektiv) an.
Die kalte Metalloberfläche fühlte sich unangenehm an.
Für abstrakte Eindrücke wird oft die unpersönliche Struktur „Es fühlt sich ... an“ verwendet, gefolgt von einer Infinitivkonstruktion mit „zu“ oder einem Nebensatz.
Es fühlt sich gut an, anderen zu helfen.
„fühlen“ und „sich anfühlen“ beschreiben beide Empfindungen. „fühlen“ benutzt man, wenn eine Person ein Gefühl, ein körperliches Befinden oder eine Berührung wahrnimmt: Ich fühle etwas oder ich fühle mich so. „sich anfühlen“ beschreibt dagegen, welchen Eindruck etwas bei einer Person macht. Das Subjekt ist dann meist die Sache oder Situation: Der Stoff fühlt sich weich an. Lernende verwechseln die Wörter oft wegen der ähnlichen Form. Merke: Eine Person fühlt; eine Sache fühlt sich auf eine bestimmte Weise an.

Der neue Pullover fühlt sich auf der Haut sehr weich an.
Nach dem langen Arbeitstag fühlt sich meine Nachbarin sehr müde.