
sich fühlen
Ein bestimmtes Gefühl, eine Emotion oder ein körperliches Befinden haben.
Nach dem langen Spaziergang fühle ich mich richtig gut.
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Ein bestimmtes Gefühl, eine Emotion oder ein körperliches Befinden haben.
Nach dem langen Spaziergang fühle ich mich richtig gut.

Etwas mit dem Tastsinn, also mit der Haut oder den Händen, wahrnehmen.
Fühl mal, wie weich der Pullover ist.

Eine Ahnung oder ein intuitives Gespür für etwas haben, ohne es rational begründen zu können.
Ich fühle, dass heute etwas Besonderes passieren wird.

Sich in einer bestimmten Rolle oder Situation sehen; das Gefühl haben, jemand oder etwas Bestimmtes zu sein.
Nachdem er die Prüfung bestanden hatte, fühlte er sich wie der König der Welt.

Mit den Händen tastend nach etwas suchen, meist weil man es nicht sehen kann.
Im Dunkeln fühlte sie nach dem Lichtschalter an der Wand.
Die reflexive Form „sich fühlen“ beschreibt immer ein inneres Gefühl oder den Gesundheitszustand der Person selbst. Die nicht-reflexive Form „fühlen“ bezieht sich meist auf etwas, das man mit den Händen oder Sinnen von außen wahrnimmt.
Ich fühle mich heute nicht so gut.
Mit „sich fühlen“ werden oft Adjektive verwendet, die das körperliche oder emotionale Befinden beschreiben. Häufige Beispiele sind: sich gut, schlecht, müde, krank, glücklich oder einsam fühlen.
Nach der langen Reise fühlte er sich sehr müde.
Wenn „fühlen“ mit einem „dass“-Satz kombiniert wird, drückt es eine Intuition oder Ahnung aus. Wenn es ein Nomen als direktes Objekt hat, geht es meist um die Wahrnehmung durch den Tastsinn.
Ich fühle, dass das eine gute Idee ist.
Die Konstruktion „sich fühlen wie“ wird für Vergleiche mit einem Nomen benutzt. Die Konstruktion „sich fühlen, als ob/als“ leitet einen Nebensatz ein, der ein Gefühl beschreibt.
An meinem Geburtstag habe ich mich wie eine Prinzessin gefühlt.
Die Kombination „fühlen nach“ bedeutet, tastend nach etwas zu suchen, das man nicht sehen kann. Die Präposition „nach“ ist hier fest mit dem Verb verbunden.
Er fühlte im Dunkeln nach seiner Brille auf dem Nachttisch.
Bei einem körperlichen Reiz können fühlen und spüren beide passen. Fühlen richtet den Blick eher auf die körperliche Sinnesempfindung, während spüren oft das bewusste Bemerken des Reizes betont. Der Unterschied ist eine Nuance, keine feste Trennung.

Ich fühle die Wärme der Tasse an meinen Händen.
Plötzlich spüre ich die Wärme der Tasse an meinen Händen.