
ankreiden
Jemandem etwas als Fehler oder schlechtes Verhalten vorwerfen und es ihm übel nehmen.
Ich kreide ihm an, dass er sich nicht bei seiner Mutter gemeldet hat.
ankreiden – kreidete an – hat angekreidet
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Jemandem etwas als Fehler oder schlechtes Verhalten vorwerfen und es ihm übel nehmen.
Ich kreide ihm an, dass er sich nicht bei seiner Mutter gemeldet hat.

Veraltend: etwas, besonders Schulden, mit Kreide anschreiben.
Früher kreidete der Wirt die Zeche seiner Stammgäste an der Tafel an.
| ich | kreide an |
|---|---|
| du | kreidest an |
| er/sie/es | kreidet an |
| wir | kreiden an |
| ihr | kreidet an |
| sie | kreiden an |
| ich | kreidete an |
|---|---|
| du | kreidetest an |
| er/sie/es | kreidete an |
| wir | kreideten an |
| ihr | kreidetet an |
| sie | kreideten an |
| ich | habe angekreidet |
|---|---|
| du | hast angekreidet |
| er/sie/es | hat angekreidet |
| wir | haben angekreidet |
| ihr | habt angekreidet |
| sie | haben angekreidet |
| du | kreide an! kreid an! |
|---|---|
| ihr | kreidet an! |
| Sie | kreiden Sie an! |
| ich | hatte angekreidet |
|---|---|
| du | hattest angekreidet |
| er/sie/es | hatte angekreidet |
| wir | hatten angekreidet |
| ihr | hattet angekreidet |
| sie | hatten angekreidet |
| ich | werde ankreiden |
|---|---|
| du | wirst ankreiden |
| er/sie/es | wird ankreiden |
| wir | werden ankreiden |
| ihr | werdet ankreiden |
| sie | werden ankreiden |
| ich | kreide an |
|---|---|
| du | kreidest an |
| er/sie/es | kreide an |
| wir | kreiden an |
| ihr | kreidet an |
| sie | kreiden an |
Für die indirekte Rede.
| ich | kreidete an |
|---|---|
| du | kreidetest an |
| er/sie/es | kreidete an |
| wir | kreideten an |
| ihr | kreidetet an |
| sie | kreideten an |
Für Wünsche und „würde“.
| Infinitiv | ankreiden |
|---|---|
| mit zu | anzukreiden |
| Partizip I | ankreidend |
| Partizip II | angekreidet |
„Ankreiden“ ist ein trennbares Verb: Im Hauptsatz steht „an“ am Satzende, im Nebensatz bleibt das Verb zusammen. Im Infinitiv mit „zu“ steht „zu“ zwischen Vorsilbe und Verbteil.
Sie kreidet ihm den Fehler an.
Er weiß, dass sie ihm den Fehler ankreidet.
Es ist unfair, ihr diesen Fehler anzukreiden.
In der übertragenen Bedeutung steht die betroffene Person im Dativ und das Vorgeworfene im Akkusativ: jemandem etwas ankreiden. Als Vorgeworfenes stehen oft ein Fehler, ein Verhalten oder eine Eigenschaft.
Der Chef kreidete seiner Mitarbeiterin die Verspätung an.
Häufige Verbindungen sind „jemandem einen Fehler ankreiden“, „jemandem sein Verhalten ankreiden“ und „jemandem etwas als Schwäche ankreiden“. Die Wendung wird meist für Kritik an einer konkreten Person verwendet.
Man kann ihm seine Ungeduld ankreiden, aber seine Arbeit war trotzdem sehr gut.
In der wörtlichen, heute veralteten Bedeutung schrieb man etwas mit Kreide an, besonders die Zeche im Wirtshaus. Aus dieser Vorstellung hat sich die übertragene Bedeutung „jemandem etwas vorwerfen“ entwickelt.
Im Wirtshaus wurde früher alles angekreidet, was die Gäste nicht sofort bezahlen konnten.