Ein spezielles Gericht, das für die Entscheidung von rechtlichen Streitigkeiten zwischen Arbeitnehmern und Arbeitgebern zuständig ist, zum Beispiel bei Kündigungen oder Lohnforderungen.
beispiel
Nach der ungerechtfertigten Kündigung reichte sie Klage beim Arbeitsgericht ein.
Tipps
Wortzusammensetzung
Das Wort besteht aus „Arbeit“, dem Fugen-s und „Gericht“. Es ist also wörtlich ein Gericht, das sich mit rechtlichen Fragen rund um die Arbeit beschäftigt.
BEISPIEL
Das Arbeitsgericht ist für Streitigkeiten aus dem Arbeitsverhältnis zuständig.
Präpositionen und Kasus
Die Präposition „vor“ wird oft mit diesem Wort verwendet. Man zieht „vor das Arbeitsgericht“ (Akkusativ, Bewegung) und ein Fall wird „vor dem Arbeitsgericht“ verhandelt (Dativ, Ort).
BEISPIEL
Der Betriebsrat zieht nun vor das Arbeitsgericht.
Typische Verben
Typische Verben im Zusammenhang mit dem Arbeitsgericht sind „Klage einreichen“, „jemanden verklagen“ oder „sich einigen“.
BEISPIEL
Er hat beim Arbeitsgericht Klage gegen seine Kündigung eingereicht.
Vergleichen mit
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Arbeitsgericht vs Amtsgericht
„Amtsgericht“ und „Arbeitsgericht“ sind beide Gerichte, aber sie behandeln verschiedene Themen. Das „Amtsgericht“ ist ein allgemeines unteres Gericht für viele Zivil- und Strafsachen. Das „Arbeitsgericht“ ist spezieller: Es geht um Streit zwischen Arbeitnehmern und Arbeitgebern, zum Beispiel wegen Kündigung oder Lohn. Verwechseln kann man die Wörter, weil sie ähnlich aussehen und beide mit „Gericht“ enden. Achte auf das Thema des Streits: Bei Arbeit und Arbeitgeber passt „Arbeitsgericht“, bei vielen anderen einfachen Gerichtsverfahren eher „Amtsgericht“.
Arbeitsgericht
Der Mitarbeiter geht nach der Kündigung zum Arbeitsgericht.
Amtsgericht
Müsst ihr am Montag wegen des Mietstreits zum Amtsgericht?