Beschreibt ein Verhalten, das rücksichtslos gegenüber der Gemeinschaft oder anderen Menschen ist. Wird umgangssprachlich oft als Schimpfwort für egoistisches oder unsoziales Benehmen verwendet.
beispiel
Er hat seinen Müll einfach auf die Straße geworfen, das ist total asozial.
Tipps
Wortaufbau
Das Wort setzt sich aus der griechischen Vorsilbe „a-“ (was „un-“ oder „nicht“ bedeutet) und dem Wort „sozial“ zusammen. Wörtlich bedeutet es also „un-sozial“ oder „nicht gemeinschaftsfähig“.
BEISPIEL
Sein Verhalten war egoistisch und unkooperativ, also wirklich asozial.
Umgangssprachlicher Stil
Im heutigen Sprachgebrauch ist „asozial“ meist ein starkes, umgangssprachliches Schimpfwort. Es drückt große Verärgerung über rücksichtsloses oder egoistisches Verhalten aus.
BEISPIEL
Wer im Zug laut telefoniert, verhält sich asozial.
Historischer Kontext
Die soziologische Bedeutung ist heute sehr selten und stark negativ durch die Geschichte belastet. Der Begriff wurde in der NS-Zeit verwendet, um Menschen zu stigmatisieren und zu verfolgen, die nicht den gesellschaftlichen Normen entsprachen.
BEISPIEL
Historische Dokumente zeigen, wie der Begriff „Asoziale“ zur Ausgrenzung genutzt wurde.
Vergleichen mit
antonym · confusable
asozial vs sozial
„sozial“ und „asozial“ stehen in einem klaren Gegensatz. „sozial“ beschreibt Verhalten, das Rücksicht nimmt, anderen hilft oder gern Kontakt mit Menschen hat. „asozial“ beschreibt rücksichtsloses Verhalten gegenüber anderen oder der Gemeinschaft. Das Wort ist stark negativ und wird im Alltag oft als Schimpfwort benutzt. Lernende können die Wörter wegen der ähnlichen Form verwechseln, aber die Bedeutung ist fast entgegengesetzt. Vorsicht: „asozial“ sollte man nur benutzen, wenn man wirklich ein hartes Urteil über Verhalten ausdrücken will.
asozial
Es ist asozial, nachts laut Musik zu hören, wenn die Nachbarn schlafen wollen.
sozial
Ali ist sehr sozial und hilft seinen Nachbarn oft beim Einkaufen.