
etwas in Augenschein nehmen
Etwas genau betrachten, prüfen oder inspizieren, um sich einen persönlichen Eindruck davon zu verschaffen.
Der Gutachter kam, um den Wasserschaden in Augenschein zu nehmen.
Augenschein
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Etwas genau betrachten, prüfen oder inspizieren, um sich einen persönlichen Eindruck davon zu verschaffen.
Der Gutachter kam, um den Wasserschaden in Augenschein zu nehmen.

Dem äußeren Anschein nach; so wie es auf den ersten Blick aussieht.
Dem Augenschein nach war das Auto unbeschädigt, doch der Motor war kaputt.
Das Wort besteht aus „Auge“ und „Schein“ (im Sinne von „Anschein“). Es bedeutet also wörtlich, was dem Auge erscheint. Dies erklärt die Verwendung im Kontext von visueller Prüfung und erstem Eindruck.
Der erste Augenschein kann manchmal täuschen.
„Augenschein“ wird fast nie allein verwendet. Man findet es fast ausschließlich in den festen Wendungen „etwas in Augenschein nehmen“ und „nach/dem Augenschein“.
Der Polizist nahm den Unfallort in Augenschein.
Die Wendungen mit „Augenschein“ gehören zu einem formelleren, oft behördlichen oder schriftlichen Sprachstil. Im Alltag würde man eher „sich etwas ansehen“ oder „etwas prüfen“ sagen.
Der Architekt wird den Baufortschritt morgen in Augenschein nehmen.
In der Wendung „etwas in Augenschein nehmen“ ist „etwas“ das Akkusativobjekt. Es bezeichnet die Sache, die genau inspiziert wird.
Der Käufer wollte das gebrauchte Auto vor dem Kauf selbst in Augenschein nehmen.
Allem Anschein nach drückt eine Vermutung aus, die sich aus erkennbaren Zeichen ergibt. Nach Augenschein bezeichnet ein Urteil danach, wie etwas bei der äußeren Betrachtung aussieht. Beide können ähnlich wirken, doch beim Augenschein steht die visuelle Prüfung stärker im Mittelpunkt.

Nach Augenschein ist das gebrauchte Fahrrad noch in gutem Zustand.
Allem Anschein nach ist das gebrauchte Fahrrad noch in gutem Zustand.