der Anschein
Der äußere Eindruck, den eine Person oder Sache macht und der nicht unbedingt der Wirklichkeit entsprechen muss.
Der äußere Anschein kann manchmal täuschen.

Anschein
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Der äußere Eindruck, den eine Person oder Sache macht und der nicht unbedingt der Wirklichkeit entsprechen muss.
Der äußere Anschein kann manchmal täuschen.

Das Wort „Anschein“ ist mit dem Verb „scheinen“ (to seem/appear) verwandt. Es beschreibt, wie etwas nach außen hin scheint oder wirkt.
Es hat den Anschein, als würde es bald regnen.
Eine sehr häufige Redewendung ist „Der Anschein trügt“. Man sagt das, wenn die Realität anders ist als der erste Eindruck.
Er sieht unfreundlich aus, aber der Anschein trügt, er ist sehr nett.
Die Wendung „den Anschein erwecken“ wird oft mit einem Nebensatz mit „dass“ oder einer Konstruktion mit „als ob“ oder „als“ + Konjunktiv II fortgesetzt.
Sie erweckte den Anschein, als ob sie alles wüsste.
Der Ausdruck „allem Anschein nach“ steht oft am Anfang des Satzes auf Position 1. Das Verb rückt dann direkt dahinter auf Position 2.
Allem Anschein nach ist niemand zu Hause.
„offenbar“ und „der Anschein“ haben beide mit einem Eindruck zu tun, der durch sichtbare Zeichen entsteht. „offenbar“ steht meist als Adverb im Satz und drückt eine Vermutung aus: Man sieht Hinweise und denkt, dass etwas so ist. „der Anschein“ ist ein Nomen und meint den äußeren Eindruck selbst. In festen Wendungen wie „allem Anschein nach“ ist die Bedeutung sehr nah an „offenbar“. Verwechseln kann man die Wörter, weil sie beide sagen, dass etwas so wirkt. Grammatisch funktionieren sie aber anders: Man sagt „offenbar ist ...“, aber „dem Anschein nach ist ...“ oder „etwas erweckt den Anschein“.

Der Verkäufer erweckte den Anschein, als hätte er keine Zeit für unsere Fragen.
Im Supermarkt hat das Kind offenbar seine Mutter verloren.