
bangen um
Große Sorge oder Angst um das Wohlergehen oder den Fortbestand von jemandem oder etwas haben.
Die Mutter bangt um ihr krankes Kind.
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Große Sorge oder Angst um das Wohlergehen oder den Fortbestand von jemandem oder etwas haben.
Die Mutter bangt um ihr krankes Kind.

Angst vor einer bestimmten Person, Sache oder einem bevorstehenden Ereignis haben.
Viele Schüler bangen vor der Abschlussprüfung.

Sich allgemein ängstigen oder fürchten. Diese Verwendung ist oft etwas gehobener oder literarischer.
Sein Herz bangte, als er die unheimlichen Geräusche im Keller hörte.
Das Verb „bangen“ braucht fast immer eine Präposition. Mit „bangen um“ (+ Akkusativ) drückt man Sorge um jemanden oder etwas aus. Mit „bangen vor“ (+ Dativ) drückt man Angst vor einer Gefahr oder einem Ereignis aus.
Die Familie bangt um den vermissten Bergsteiger.
Das Verb „bangen“ gehört zur Wortfamilie um „bange“ (Angst). Die alte Formulierung „Mir ist bange“ bedeutet „Ich habe Angst“ und zeigt die enge Verbindung.
Mir war bange, als ich allein durch den dunklen Wald ging.
Wenn man um etwas bangt, geht es oft um den Verlust von etwas Wichtigem. Typische Wendungen sind „um sein Leben bangen“, „um seinen Job bangen“ oder „um die Zukunft bangen“.
Wegen der schlechten Wirtschaftslage bangen viele um ihren Arbeitsplatz.
Wenn man vor etwas bangt, handelt es sich meist um bevorstehende, unangenehme Ereignisse. Häufige Kombinationen sind „vor einer Prüfung bangen“, „vor einer Operation bangen“ oder „vor den Konsequenzen bangen“.
Der Angeklagte bangte vor dem Urteil des Gerichts.
Die Verwendung von „bangen“ ohne eine Präposition, um eine allgemeine Angst auszudrücken, ist selten und gehört einem gehobenen, literarischen Sprachstil an.
In der Stille der Nacht begann er zu bangen.
Fürchten richtet den Blick auf ein mögliches unerwünschtes Ereignis. Bangen betont stärker die große Sorge um jemanden oder etwas während eines ungewissen, oft länger dauernden Wartens und wirkt etwas gehobener. Bei einer konkreten Befürchtung passt fürchten, beim angstvollen Warten eher bangen.

Während der Operation bangt die Familie um das Leben des Verletzten.
Die Familie fürchtet, dass der Verletzte die Operation nicht überlebt.