Das Gefühl haben, etwas besitzen oder können zu wollen, das eine andere Person hat. Man empfindet Neid gegenüber jemandem wegen einer bestimmten Eigenschaft, eines Besitzes oder einer Situation.
beispiel
Ich beneide dich um deine Fähigkeit, so gut zeichnen zu können.
Tipps
Untrennbares Verb
„Beneiden“ ist ein untrennbares Verb mit der Vorsilbe „be-“. Diese Vorsilbe sorgt dafür, dass die beneidete Person immer im Akkusativ steht, nicht im Dativ.
BEISPIEL
Ich beneide dich.
Satzbau mit Präposition
Die Struktur ist fest: Man beneidet jemanden (Akkusativ) „um“ etwas (Akkusativ). Die Präposition „um“ ist dabei die häufigste Wahl, seltener wird auch „für“ oder „wegen“ verwendet.
BEISPIEL
Er beneidet seine Schwester um ihr musikalisches Talent.
Positive Konnotation
Obwohl Neid oft negativ ist, kann „beneiden“ auch anerkennend oder bewundernd gemeint sein. Es drückt dann oft den Wunsch aus, in einer ähnlich positiven Situation zu sein.
BEISPIEL
Ich beneide dich um deinen Mut, diese Weltreise allein zu machen!
Vergleichen mit
antonym · confusable
beneiden vs gönnen
„gönnen“ und „beneiden“ beschreiben beide, wie man auf etwas Gutes bei einer anderen Person reagiert. Sie drücken aber Gegenteile aus. Wenn man jemandem etwas gönnt, freut man sich für diese Person oder akzeptiert ihren Vorteil ohne Neid. Wenn man jemanden beneidet, möchte man selbst haben, was diese Person hat, und fühlt Neid. Lernende können die Wörter verwechseln, weil beide oft mit Erfolg, Geld, Glück oder schönen Erlebnissen verbunden sind. Merksatz: „gönnen“ ist großzügig, „beneiden“ ist neidisch.
beneiden
Mia beneidet ihre Schwester um die lange Reise nach Spanien.
gönnen
Nach der schwierigen Prüfung gönnt die Klasse Paul seinen guten Erfolg.