Jemanden, der wütend, aufgeregt oder aufgebracht ist, durch zureden oder sanftes Verhalten beruhigen. Ziel ist es, negative Emotionen wie Zorn oder Angst zu lindern.
beispiel
Mit leisen Worten versuchte die Mutter, das weinende Kind zu besänftigen.
Tipps
Wortfamilie
Das Verb „besänftigen“ ist direkt vom Adjektiv „sanft“ abgeleitet. Die Vorsilbe „be-“ macht daraus eine Handlung, die auf jemanden oder etwas gerichtet ist: jemanden sanft oder ruhig machen.
BEISPIEL
Er versuchte, die aufgebrachte Menge zu besänftigen.
Verwendung mit Akkusativ
„Besänftigen“ ist ein transitives Verb und benötigt immer ein direktes Objekt im Akkusativ. Man fragt: „Wen oder was besänftigen?“
BEISPIEL
Die Tierpflegerin konnte den verängstigten Hund besänftigen.
Gehobener Stil
Dieses Verb gehört zu einem eher formellen oder schriftlichen Sprachgebrauch. Es klingt gewählter und wird seltener in der alltäglichen Umgangssprache verwendet.
BEISPIEL
Der Diplomat versuchte, die angespannte Situation mit sorgfältig gewählten Worten zu besänftigen.
Vergleichen mit
antonym
besänftigen vs aufregen
„aufregen“ und „besänftigen“ stehen in einem klaren Gegensatz. „aufregen“ bedeutet, dass jemand wütend, nervös oder besorgt gemacht wird. „besänftigen“ bedeutet, dass man eine aufgeregte oder wütende Person wieder beruhigt. Die Wörter beschreiben also zwei entgegengesetzte Richtungen: Das eine macht die Gefühle stärker und unruhiger, das andere macht sie schwächer und ruhiger. Typisch ist „jemanden aufregen“ bei Ärger oder Stress und „jemanden besänftigen“ bei Streit, Angst oder Wut.
besänftigen
Nach dem Streit hat die Mutter das weinende Kind besänftigt.
aufregen
Die lange Wartezeit im Krankenhaus regt die Gäste sehr auf.