bewaffnen
Jemanden mit Waffen ausstatten.
Die Wachen des Palastes waren schwer bewaffnet.

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Jemanden mit Waffen ausstatten.
Die Wachen des Palastes waren schwer bewaffnet.

Das Verb „bewaffnen“ wird aus dem Nomen „die Waffe“ mit der Vorsilbe „be-“ gebildet. Diese Vorsilbe wird oft verwendet, um ein Nomen in ein Verb zu verwandeln, das „mit etwas versehen“ bedeutet.
Die Polizei bewaffnete sich für den Einsatz mit Schutzausrüstung.
Das Partizip II „bewaffnet“ wird sehr häufig wie ein Adjektiv verwendet, um eine Person oder Gruppe zu beschreiben, die Waffen trägt. Es kann auch gesteigert werden (z.B. „schwer bewaffnet“).
Ein bewaffneter Räuber überfiel die Bank.
Das Verb wird oft reflexiv gebraucht: „sich bewaffnen“ bedeutet, dass eine Person oder Gruppe sich selbst Waffen zulegt. Das Reflexivpronomen steht dabei im Akkusativ.
Aus Angst vor Einbrechern hat er sich mit einem Baseballschläger bewaffnet.
In der übertragenen Bedeutung braucht das Verb immer die Präposition „mit“ und ein Dativobjekt. Dieses Objekt ist meist etwas Abstraktes wie „Geduld“, „Wissen“ oder „Argumente“.
Für die Prüfung bewaffnete sie sich mit einer großen Kanne Kaffee und viel Geduld.
„ausstatten“ und „bewaffnen“ bedeuten beide, dass jemand oder etwas mit bestimmten Dingen versehen wird. „ausstatten“ ist allgemeiner: Man kann einen Raum mit Möbeln ausstatten, eine Person mit Material oder jemanden im übertragenen Sinn mit Fähigkeiten. „bewaffnen“ ist viel spezieller und bezieht sich eigentlich auf Waffen. Im übertragenen Sinn kann man sich auch mit Geduld, Wissen oder Argumenten bewaffnen. Lernende können die Wörter verwechseln, weil „bewaffnen“ manchmal wie „ausstatten mit etwas Nützlichem“ klingt. Trotzdem passt „bewaffnen“ nur, wenn Waffen gemeint sind oder wenn man bewusst ein starkes Bild benutzt.

Für die schwierige Diskussion hat sich Maria mit guten Argumenten bewaffnet.
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