bös
Eine vor allem in der Dichtung, in Dialekten oder in Süddeutschland und Österreich gebräuchliche, verkürzte Form von "böse". Es bedeutet schlecht, übel oder arg.
Das war ein ganz bös' Foul beim Fußballspiel.

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Eine vor allem in der Dichtung, in Dialekten oder in Süddeutschland und Österreich gebräuchliche, verkürzte Form von "böse". Es bedeutet schlecht, übel oder arg.
Das war ein ganz bös' Foul beim Fußballspiel.

„Bös“ ist eine verkürzte Form von „böse“ und wird hauptsächlich in Süddeutschland, Österreich, in Dialekten oder in der Dichtung verwendet. In der standarddeutschen Schriftsprache ist die Form ungebräuchlich.
Pass auf, das ist ein ganz bös' Hund.
Wenn „bös“ vor einem Nomen steht, wird es in der gesprochenen Sprache oder im Dialekt oft nicht dekliniert. Man hört also zum Beispiel „ein bös Spiel“ statt der grammatisch korrekten Form „ein böses Spiel“.
Das war ein bös Foul, fand der Schiedsrichter.
In manchen regionalen Dialekten wird „bös“ als Adverb benutzt, um ein anderes Wort zu verstärken. Es bedeutet dann „sehr“ oder „schlimm“.
Die Prüfung war bös schwer.
„sehr“ und „bös“ können in manchen Gegenden beide verstärkend wirken. „sehr“ ist das normale, neutrale Wort im Standarddeutsch. „bös“ ist meist eine kurze Form von „böse“ und bedeutet eher „schlecht“, „übel“ oder „arg“. In Dialekten oder in Süddeutschland und Österreich kann „bös“ auch wie „sehr“ oder „schlimm“ verstärken, zum Beispiel bei Schmerzen. Lernende können die Wörter verwechseln, weil „bös“ manchmal wie ein Verstärker benutzt wird. Im allgemeinen Deutsch solltest du für Verstärkung „sehr“ verwenden; „bös“ klingt regional oder hat eine negative Bedeutung.

Nach dem Sturz hat mir der Arm bös wehgetan.
Du bist heute sehr freundlich zu allen Gästen.