sich bücken
Den Oberkörper nach vorne und unten beugen, zum Beispiel um etwas vom Boden aufzuheben.
Sie musste sich bücken, um den heruntergefallenen Stift aufzuheben.

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Den Oberkörper nach vorne und unten beugen, zum Beispiel um etwas vom Boden aufzuheben.
Sie musste sich bücken, um den heruntergefallenen Stift aufzuheben.

Dieses Verb wird fast ausschließlich reflexiv verwendet: „sich bücken“. Das Reflexivpronomen (mich, dich, sich, etc.) ist ein fester Bestandteil und darf nicht weggelassen werden.
Ich bücke mich, um meine Schuhe zu binden.
Bei der Beschreibung der körperlichen Bewegung wird oft die Richtung oder das Ziel mit einer Präposition angegeben. Typische Konstruktionen sind „sich nach etwas bücken“ oder „sich zu etwas hinunterbücken“.
Der Gärtner bückte sich nach den reifen Erdbeeren.
Die übertragene Bedeutung „sich unterwerfen“ hat eine stark negative Konnotation. Sie wird fast immer mit der Präposition „vor“ und einer Person oder Macht im Dativ verwendet.
Er war stolz und weigerte sich, sich vor dem Chef zu bücken.
„nachgeben“ und „sich bücken“ können beide bildlich bedeuten, dass jemand dem Druck einer anderen Person folgt. „nachgeben“ ist dabei neutraler: Man gibt seinen Widerstand auf, vielleicht um einen Streit zu beenden. „sich bücken“ ist in dieser Bedeutung abwertend und stärker. Es meint, dass jemand sich unterwürfig verhält und seine Prinzipien aufgibt. Lernende können die Wörter verwechseln, weil beide mit Aufgeben zu tun haben. Aber „sich bücken“ benutzt man nur, wenn man das Verhalten deutlich kritisch bewertet.

Für diese Entscheidung bückt sich der Politiker vor den mächtigen Firmen.
Wir geben beim Termin nicht sofort nach, sondern prüfen erst die Vorschläge.