
bändigen
Ein wildes Tier zähmen oder unter Kontrolle bringen.
Der Dompteur versuchte, den Löwen zu bändigen.
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Ein wildes Tier zähmen oder unter Kontrolle bringen.
Der Dompteur versuchte, den Löwen zu bändigen.

Etwas Mächtiges oder Chaotisches unter Kontrolle bringen, zum Beispiel eine Naturgewalt, starke Gefühle oder eine Menschenmenge.
Die Feuerwehrleute kämpften darum, die Flammen zu bändigen.

Die eigenen starken Gefühle oder Impulse beherrschen und unter Kontrolle halten.
Er musste sich bändigen, um nicht wütend loszuschreien.
Das Verb „bändigen“ ist mit „das Band“ und „binden“ verwandt. Die wörtliche Idee ist, etwas Wildem oder Chaotischem symbolisch ein Band anzulegen, um es zu kontrollieren.
Es war unmöglich, die tobende Menschenmenge zu bändigen.
„Bändigen“ wird immer mit einem Akkusativobjekt verwendet. Man fragt: Wen oder was bändigst du? Das gilt auch für die reflexive Form „sich bändigen“, bei der das Reflexivpronomen das Akkusativobjekt ist.
Der Reiter konnte das scheue Pferd nur mit Mühe bändigen.
„Bändigen“ ist ein eher starkes und bildhaftes Wort. Es wird oft in Kontexten verwendet, in denen es um große Kraft oder starkes Chaos geht, und kann dadurch etwas gehoben oder dramatisch klingen.
Die Regierung versucht, die Inflation zu bändigen.
In der übertragenen Bedeutung wird „bändigen“ oft für Naturgewalten (das Feuer, eine Flut), starke Gefühle (die Wut, die Leidenschaft) oder auch für etwas Alltägliches wie widerspenstiges Haar verwendet.
Mit diesem Gel kann ich endlich meine Haare bändigen.
Kontrollieren kann bedeuten, eine Menschenmenge geordnet unter der eigenen Kontrolle zu halten. Bändigen passt besonders, wenn die Menge chaotisch ist, starken Widerstand leistet und aktiv bezwungen werden muss. Ohne solchen Widerstand ist kontrollieren meist die neutralere Wahl.

Die Ordner bändigen die plötzlich drängende Menschenmenge mit großer Mühe.
Die Ordner kontrollieren die ruhig wartende Menschenmenge mit klaren Absperrungen.