
der Ernst
Die Schwere oder Bedrohlichkeit einer Lage. Gemeint ist besonders, dass eine Situation nicht unterschätzt werden darf.
Nach dem Unfall wurde allen der Ernst der Lage bewusst.
Ernst
der Ernst
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Die Schwere oder Bedrohlichkeit einer Lage. Gemeint ist besonders, dass eine Situation nicht unterschätzt werden darf.
Nach dem Unfall wurde allen der Ernst der Lage bewusst.

Eine ernsthafte und aufrichtige Haltung oder Absicht, ohne Scherz und ohne Übertreibung.
Ich hoffe, du hast den Ernst seiner Worte verstanden.

Wirklich und ohne Scherz; wird verwendet, um eine Aussage als ernst gemeint zu kennzeichnen oder nach ihrer Wahrheit zu fragen.
Meinst du das im Ernst?

Eine angekündigte Handlung tatsächlich ausführen, besonders wenn sie unangenehme oder entschlossene Folgen hat.
Diesmal macht sie Ernst: Sie hat ihre Kündigung schon geschrieben.
| Genus | maskulin der |
|---|---|
| Genitiv | des Ernsts |
| Singular | Plural | |
|---|---|---|
| Nominativ | der Ernst | – |
| Akkusativ | den Ernst | – |
| Dativ | dem Ernst | – |
| Genitiv | des Ernsts des Ernstes | – |
Der Artikel ändert sich mit dem Fall; er ist farbig markiert.
In dieser Bedeutung steht „Ernst“ besonders häufig in der festen Verbindung „der Ernst der Lage“. „Der Lage“ steht dabei im Genitiv und bezeichnet die Situation, deren Bedeutung man erkennen muss.
Erst später erkannte die Bevölkerung den Ernst der Lage.
Bei einer ernsthaften Haltung oder Absicht wird „Ernst“ oft mit Verben wie „verstehen“, „erkennen“ oder „begreifen“ verbunden. Häufig geht es dabei um den Ernst von Worten, Absichten oder einer Bitte.
Sie erkannte den Ernst seiner Absichten erst nach dem Gespräch.
„Im Ernst“ kann am Satzanfang stehen, um eine Aussage ausdrücklich als ernst gemeint zu markieren. Es kann auch allein oder am Satzende als Frage verwendet werden, wenn man an der Ernsthaftigkeit einer Aussage zweifelt.
Im Ernst, du möchtest diese schwierige Aufgabe allein lösen?
Du hast den ganzen Bericht gelesen – im Ernst?
Die feste Verbindung lautet „mit etwas Ernst machen“. Nach „mit“ steht dabei der Dativ; oft bezeichnet das folgende Nomen eine Ankündigung, Drohung oder Forderung.
Der Chef machte mit seiner Ankündigung Ernst und schloss das Büro früher.