
die Scheu
Ängstliche Zurückhaltung oder Unsicherheit gegenüber Menschen, Tieren oder ungewohnten Situationen.
Das Kind verlor nach wenigen Tagen seine Scheu vor den anderen Kindern.
Scheu
die Scheu
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Ängstliche Zurückhaltung oder Unsicherheit gegenüber Menschen, Tieren oder ungewohnten Situationen.
Das Kind verlor nach wenigen Tagen seine Scheu vor den anderen Kindern.

Innere Abneigung oder Hemmung, etwas Bestimmtes zu tun oder sich einer Sache auszusetzen.
Seine Scheu vor Konflikten hindert ihn daran, Probleme offen anzusprechen.

Tiefer Respekt vor etwas Bedeutendem, Erhabenem oder Heiligem, der mit Zurückhaltung verbunden ist.
Mit ehrfürchtiger Scheu betrachteten die Pilger die heilige Stätte.
| Genus | feminin die |
|---|---|
| Genitiv | der Scheu |
| Singular | Plural | |
|---|---|---|
| Nominativ | die Scheu | – |
| Akkusativ | die Scheu | – |
| Dativ | der Scheu | – |
| Genitiv | der Scheu | – |
Der Artikel ändert sich mit dem Fall; er ist farbig markiert.
Worauf sich die Scheu richtet, wird häufig mit „vor“ und Dativ angegeben. Das gilt sowohl für Menschen und Situationen als auch für Handlungen oder etwas Heiliges.
Ihre Scheu vor fremden Menschen machte die erste Begegnung schwierig.
Eine typische Verbindung ist „jemandem die Scheu nehmen“. Die Person, der man hilft, steht dabei im Dativ.
Mit einem freundlichen Gespräch nahm die Ärztin dem Jungen die Scheu vor der Untersuchung.
Bei „Scheu haben“ kann die betreffende Handlung durch einen Infinitiv mit „zu“ ergänzt werden. Häufig steht dabei „keine“: Die Verbindung betont dann, dass jemand ohne Hemmung handelt.
Sie hat keine Scheu, auch vor einem großen Publikum ihre Meinung zu sagen.
In dieser Bedeutung gehört „Scheu“ vor allem zur gehobenen oder literarischen Sprache und zu religiösen Texten. Verbindungen wie „mit heiliger Scheu“ machen diesen feierlichen Ton besonders deutlich.
Mit heiliger Scheu nahm der Sammler die alte Handschrift in die Hand.