Das Anwenden von unterschiedlichen moralischen Maßstäben auf das eigene Verhalten im Vergleich zum Verhalten anderer, oder auf verschiedene Gruppen und Situationen. Dies wird als inkonsequent und heuchlerisch empfunden.
beispiel
Es ist reine Doppelmoral, wenn er von anderen Pünktlichkeit verlangt, aber selbst ständig zu spät kommt.
Tipps
Wortzusammensetzung
Das Wort setzt sich aus dem Adjektiv „doppel“ und dem Nomen „die Moral“ zusammen. Es beschreibt wörtlich eine doppelte Moral, also das Anwenden von zwei verschiedenen moralischen Maßstäben.
BEISPIEL
Seine Haltung ist ein klares Beispiel für Doppelmoral.
Stark negative Bedeutung
„Doppelmoral“ ist immer ein Vorwurf und hat eine stark negative Bedeutung. Das Wort impliziert Heuchelei und Ungerechtigkeit, da eine Person für sich selbst andere Regeln beansprucht als für andere.
BEISPIEL
Der Politikerin wurde wegen ihrer widersprüchlichen Aussagen Doppelmoral vorgeworfen.
Typische Verbindungen
Da es ein Vorwurf ist, wird „Doppelmoral“ oft mit Verben wie „vorwerfen“, „anprangern“ oder „kritisieren“ verwendet. Eine sehr häufige Formulierung ist auch „Das ist reine Doppelmoral!“.
BEISPIEL
Die Aktivisten prangerten die Doppelmoral des Unternehmens an.
Vergleichen mit
near_synonym · confusable
Doppelmoral vs Moral
„die Moral“ und „die Doppelmoral“ hängen eng zusammen, weil beide mit moralischen Maßstäben zu tun haben. „die Moral“ meint allgemein Werte und Regeln dafür, was als richtig oder falsch gilt. „die Doppelmoral“ ist eine bestimmte, negative Form davon: Man bewertet sich selbst oder die eigene Gruppe milder als andere. Lernende können die Wörter verwechseln, weil in beiden „Moral“ steckt. Aber „Doppelmoral“ ist immer Kritik an unfairen oder widersprüchlichen Maßstäben. „Moral“ kann neutral oder positiv sein; „Doppelmoral“ fast nie.
Doppelmoral
Es ist Doppelmoral, wenn er Pünktlichkeit verlangt, aber selbst immer zu spät kommt.
Moral
Bei dieser Entscheidung spielt nicht nur Geld, sondern auch Moral eine Rolle.