
draufkommen
Umgangssprachlich: eine Idee oder die Lösung einer Frage finden oder sich an etwas erinnern.
Ich habe lange über das Rätsel nachgedacht, aber dann bin ich doch noch draufgekommen.
draufkommen – kam drauf – ist draufgekommen
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Umgangssprachlich: eine Idee oder die Lösung einer Frage finden oder sich an etwas erinnern.
Ich habe lange über das Rätsel nachgedacht, aber dann bin ich doch noch draufgekommen.

Umgangssprachlich: etwas herausfinden oder einen bisher unbekannten Zusammenhang erkennen.
Irgendwann ist sie draufgekommen, dass ihr Kollege sie seit Monaten belügt.

Umgangssprachlich: zusätzlich zu einer bestehenden Menge oder einem Betrag hinzukommen.
Bei Expressversand kommen noch zehn Euro drauf.

Umgangssprachlich: auf eine bestimmte Fläche oder an die Oberseite von etwas gelangen.
Der Schrank ist so hoch, dass die Katze ohne Hilfe nicht draufkommt.
| ich | komme drauf |
|---|---|
| du | kommst drauf |
| er/sie/es | kommt drauf |
| wir | kommen drauf |
| ihr | kommt drauf |
| sie | kommen drauf |
| ich | kam drauf |
|---|---|
| du | kamst drauf |
| er/sie/es | kam drauf |
| wir | kamen drauf |
| ihr | kamt drauf |
| sie | kamen drauf |
| ich | bin draufgekommen |
|---|---|
| du | bist draufgekommen |
| er/sie/es | ist draufgekommen |
| wir | sind draufgekommen |
| ihr | seid draufgekommen |
| sie | sind draufgekommen |
| du | komm drauf! komme drauf! |
|---|---|
| ihr | kommt drauf! |
| Sie | kommen Sie drauf! |
| ich | war draufgekommen |
|---|---|
| du | warst draufgekommen |
| er/sie/es | war draufgekommen |
| wir | waren draufgekommen |
| ihr | wart draufgekommen |
| sie | waren draufgekommen |
| ich | werde draufkommen |
|---|---|
| du | wirst draufkommen |
| er/sie/es | wird draufkommen |
| wir | werden draufkommen |
| ihr | werdet draufkommen |
| sie | werden draufkommen |
| ich | komme drauf |
|---|---|
| du | kommest drauf |
| er/sie/es | komme drauf |
| wir | kommen drauf |
| ihr | kommet drauf |
| sie | kommen drauf |
Für die indirekte Rede.
| ich | käme drauf |
|---|---|
| du | kämest drauf kämst drauf |
| er/sie/es | käme drauf |
| wir | kämen drauf |
| ihr | kämet drauf kämt drauf |
| sie | kämen drauf |
Für Wünsche und „würde“.
| Infinitiv | draufkommen |
|---|---|
| mit zu | draufzukommen |
| Partizip I | draufkommend |
| Partizip II | draufgekommen |
„Draufkommen“ ist ein trennbares Verb aus „drauf“ und „kommen“. Im Hauptsatz steht „drauf“ am Ende, im Nebensatz bleibt das Verb zusammen; im Infinitiv mit „zu“ steht „zu“ zwischen beiden Teilen.
Am Ende kam ich doch noch drauf.
Sie war erleichtert, weil sie endlich draufgekommen war.
Es ist gar nicht so leicht, draufzukommen.
„Draufkommen“ gehört vor allem zur gesprochenen Umgangssprache. In alltäglichen Gesprächen kann es sowohl für einen Gedanken oder eine Erkenntnis als auch für ein Hinaufgelangen verwendet werden.
Mensch, da hätte ich auch selbst draufkommen können!
Der Hund kommt nicht auf das Sofa drauf.
Sehr häufig ist die verneinte Form „nicht draufkommen“: Man findet die Lösung nicht oder kann sich an etwas nicht erinnern. Oft folgt ein Nebensatz mit „wie“, „wo“ oder „was“; typisch ist auch die Frage „Wie bist du da draufgekommen?“
Ich kenne das Lied, aber ich komme einfach nicht drauf, wie es heißt.
Wenn „draufkommen“ bedeutet, einen bisher unbekannten Zusammenhang zu erkennen, folgt häufig ein „dass“-Satz. Der Inhalt der Erkenntnis steht dann nach „dass“.
Sie ist erst spät draufgekommen, dass die Rechnung falsch war.
Bei einem zusätzlichen Betrag steht „draufkommen“ oft mit „noch“. Der Grundbetrag, zu dem etwas hinzukommt, steht mit „auf“ und dem Akkusativ.
Auf die Miete kommen noch die Nebenkosten drauf.
Bei der Bedeutung „auf eine Fläche gelangen“ bezeichnet „drauf“ meist eine sichtbare Oberseite oder erhöhte Fläche. Häufig steht davor eine Ortsangabe mit „auf“.
Ohne Leiter kommt man nicht aufs Garagendach drauf.