(gehoben, veraltend) Eine verkürzte Form von „darein“ (hinein). Es beschreibt eine Handlung, einen Blick oder eine Äußerung, die in eine Situation oder in eine Richtung erfolgt, oft mit einer gewissen Plötzlichkeit oder Intensität.
beispiel
Warum schaust du denn so finster drein?
Tipps
Wortaufbau
„Drein“ ist eine alte, zusammengezogene Form von „darein“, was so viel wie „hinein“ bedeutet. Diese Herkunft hilft, die richtungsbezogene Bedeutung zu verstehen.
BEISPIEL
Plötzlich redete er einfach drein, ohne zu fragen.
Register: Gehoben & Veraltend
Dieses Wort gehört einem gehobenen Sprachstil an und wird heute nur noch selten verwendet. Es wirkt oft literarisch oder poetisch.
BEISPIEL
Der alte Mann blickte nachdenklich drein.
Typische Verbindungen
„Drein“ wird fast nur in festen Verbindungen mit bestimmten Verben benutzt. Die häufigsten sind „dreinschauen“ oder „dreinblicken“ (eine bestimmte Miene machen) und „dreinreden“ (jemanden unterbrechen).
BEISPIEL
Schau nicht so traurig drein, es wird alles gut!
Vergleichen mit
confusable
drein vs darin
„darin“ und „drein“ können ähnlich aussehen und beide haben etwas mit „hinein“ oder „in etwas“ zu tun. „darin“ ist das normale Wort und bezieht sich auf etwas, das vorher genannt wurde: einen Raum, einen Behälter, einen Text oder auch eine Situation. „drein“ ist selten, eher gehoben oder altmodisch. Man findet es vor allem in festen oder literarischen Wendungen, zum Beispiel wenn jemand traurig oder ernst „drein“ schaut. Lernende sollten im Alltag fast immer „darin“ verwenden, wenn sie „in diesem“ oder „dabei“ meinen.
drein
Nach der schlechten Nachricht schaute er lange traurig drein.
darin
Ich habe die Tasche geöffnet, aber darin war nur ein altes Buch.