
dürsten
Durst haben und etwas trinken wollen. Das Verb wird vor allem in gehobener oder literarischer Sprache gebraucht, auch in der unpersönlichen Form „jemanden dürstet“.
Nach der langen Wanderung durch die Wüste dürstete ihn sehr.
dürsten – dürstete – hat gedürstet
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Durst haben und etwas trinken wollen. Das Verb wird vor allem in gehobener oder literarischer Sprache gebraucht, auch in der unpersönlichen Form „jemanden dürstet“.
Nach der langen Wanderung durch die Wüste dürstete ihn sehr.

Ein sehr starkes Verlangen nach etwas haben. Diese übertragene Verwendung gehört vor allem zur gehobenen Sprache.
Das unterdrückte Volk dürstete nach Freiheit.
| ich | dürste |
|---|---|
| du | dürstest |
| er/sie/es | dürstet |
| wir | dürsten |
| ihr | dürstet |
| sie | dürsten |
| ich | dürstete |
|---|---|
| du | dürstetest |
| er/sie/es | dürstete |
| wir | dürsteten |
| ihr | dürstetet |
| sie | dürsteten |
| ich | habe gedürstet |
|---|---|
| du | hast gedürstet |
| er/sie/es | hat gedürstet |
| wir | haben gedürstet |
| ihr | habt gedürstet |
| sie | haben gedürstet |
| du | dürst! dürste! |
|---|---|
| ihr | dürstet! |
| Sie | dürsten Sie! |
| ich | hatte gedürstet |
|---|---|
| du | hattest gedürstet |
| er/sie/es | hatte gedürstet |
| wir | hatten gedürstet |
| ihr | hattet gedürstet |
| sie | hatten gedürstet |
| ich | werde dürsten |
|---|---|
| du | wirst dürsten |
| er/sie/es | wird dürsten |
| wir | werden dürsten |
| ihr | werdet dürsten |
| sie | werden dürsten |
| ich | dürste |
|---|---|
| du | dürstest |
| er/sie/es | dürste |
| wir | dürsten |
| ihr | dürstet |
| sie | dürsten |
Für die indirekte Rede.
| ich | dürstete |
|---|---|
| du | dürstetest |
| er/sie/es | dürstete |
| wir | dürsteten |
| ihr | dürstetet |
| sie | dürsteten |
Für Wünsche und „würde“.
| Infinitiv | dürsten |
|---|---|
| mit zu | zu dürsten |
| Partizip I | dürstend |
| Partizip II | gedürstet |
In „dürsten“ steckt das Nomen „Durst“. Diese Verbindung hilft dabei, die körperliche Grundbedeutung des Verbs zu erkennen und sich die Schreibweise mit „ü“ zu merken.
Nach dem Sport dürstete der Läufer nach kaltem Wasser.
In der unpersönlichen Konstruktion steht die durstige Person im Akkusativ: „mich“, „dich“, „ihn“ oder „sie dürstet“. Das Verb hat dabei kein persönliches Subjekt.
Nach mehreren Stunden in der Hitze dürstete mich sehr.
Nach der anstrengenden Reise dürstete ihn nach einem Glas Wasser.
Bei der übertragenen Bedeutung steht das Verlangen mit „nach“ und dem Dativ. Häufige Verbindungen sind „nach Freiheit dürsten“, „nach Wissen dürsten“ und „nach Rache dürsten“.
Viele junge Menschen dürsten nach neuen Erfahrungen.
Nach jahrelanger Zensur dürsteten die Künstler nach freier Meinungsäußerung.
„Dürsten“ wirkt im heutigen Standarddeutsch meist gehoben, literarisch oder rhetorisch und kommt besonders in Erzählungen, Reden und anspruchsvollen Texten vor.
In seinem Roman dürstet der Held nach Gerechtigkeit.
Die Rede zeigt, wie sehr die Menschen nach Veränderung dürsten.