einen
Verschiedene Personen, Gruppen oder Dinge zu einer Einheit zusammenführen; vereinigen.
Der gemeinsame Gegner einte die zerstrittenen Stämme.

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Verschiedene Personen, Gruppen oder Dinge zu einer Einheit zusammenführen; vereinigen.
Der gemeinsame Gegner einte die zerstrittenen Stämme.

Das Verb „einen“ ist eng mit der Zahl „eins“ und dem Adjektiv „einig“ (sich einig sein) verwandt. Die Grundbedeutung ist immer, etwas zu einer Einheit zu machen.
Nach langer Diskussion waren sich alle einig.
Man kann jemanden oder etwas einen (transitiv), zum Beispiel „ein Land einen“. Das Verb kann aber auch reflexiv verwendet werden: „sich einen“ bedeutet dann, dass Gruppen oder Personen sich zusammentun oder eine Einigung finden.
Der König versuchte, die verfeindeten Fürsten zu einen.
Das Verb „einen“ ist eher formell und wird oft in politischen, historischen oder abstrakten Zusammenhängen verwendet. Man findet es häufig in Nachrichten oder Geschichtsbüchern.
Der Wunsch nach Unabhängigkeit einte die Bevölkerung.
„ein“ und „einen“ können ähnlich aussehen, gehören hier aber zu ganz verschiedenen Wortarten. „ein“ ist ein Artikel oder ein Zahlwort und steht vor einem männlichen oder sächlichen Nomen, zum Beispiel „ein Mann“ oder „ein Kind“. „einen“ ist hier ein Verb und bedeutet, mehrere Personen oder Dinge zu einer Einheit zu machen. Lernende können die Formen verwechseln, weil „einen“ auch wie eine Form des Artikels aussieht. Achte deshalb auf die Funktion im Satz: Steht das Wort vor einem Nomen, ist es meist ein Artikel; beschreibt es eine Handlung, ist es das Verb „einen“.

Das gemeinsame Ziel eint die ganze Familie.
Im Flur steht ein kleiner Tisch neben der Tür.